Forstamt Sellhorn unter neuer Leitung

 In Forstamt Sellhorn, Regionale Presseregion Nordost

Niedersächsische Landesforsten ernennen Peter Wendt zum Nachfolger von Lutz Kulenkampff

(Bispingen/Sellhorn) Das Niedersächsische Forstamt Sellhorn steht ab dem 01. Juli 2019 unter neuer Leitung. Peter Wendt (48) übernimmt die Geschäfte von seinem Vorgänger Lutz Kulenkampff (66). Das Niedersächsische Forstamt Sellhorn bewirtschaftet rund 14.000 Hektar Wald und betreut 520 Hektar Genossenschaftswälder. Die Wälder liegen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, im Naturraum Harburger Berge und im Umland von Lüneburg.  Zum Forstamt Sellhorn zählen acht Revierförstereien, die die Wälder in den drei Landkreisen Heidekreis, Harburg und Lüneburg bewirtschaften. Außerdem gehören das Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide und die Funktionsstellen als Träger öffentlicher Belange, des Pressesprechers, für Naturdienstleistungen und   für Waldnaturschutz dazu.  Ferner gibt es im Forstamtsbereich zwei Friedwald-Standorte als Angebot auf die steigende Nachfrage nach Naturbestattungen unter Bäumen.

Kulenkampff beendet am 30. Juni seine über 40- jährige Dienstzeit und wechselt in den Ruhestand. Der 66-Jährige ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Der studierte Forstwissenschaftler  hat 20 Jahre lang das Gesicht der ihm anvertrauten Heide-Wälder in Walsrode und später in Sellhorn geprägt. Bei seiner Abschiedsfeier im Kreise des gesamten Forstamtsteams im Walderlebnis Ehrhorn blickte er zurück: „Der Ort meines Abschieds ist wohl gewählt, in Ehrhorn haben viele Veranstaltungen wie die „Ehrhorner Wald – Weihnacht“ stattgefunden und ich habe mich hier sehr oft mit ausländischen Gruppen getroffen um von hier ausgehend die Landschaftsgeschichte  der Lüneburger Heide zu thematisieren. Ich habe ausländischen Gästen gezeigt, wie es den hiesigen Forstleuten gelungen ist in der Heide wieder einen gesunden, artenreichen Wald anzupflanzen. Viele Länder stehen heute genau an dem Punkt, dass sie eine devastierte Landschaft wieder hin zum Wald entwickeln müssen“.

Der Präsident der Niedersächsischen Landesforsten, Dr. Klaus Merker, betonte in seiner Abschiedsrede: „Mit Lutz Kulenkampff verabschieden wir einen passionierten Forstmann, der viele berufliche Stationen durchlaufen hat. Am prägendsten für ihn war sicherlich sein langjähriger Entwicklungsdienst in Malaysia. Die internationale Forstwirtschaft war ihm immer eine Herzensangelegenheit“.

Kulenkampffs Nachfolger ist Peter Wendt, der Forstwissenschaftler, wechselt vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in die Forstamtsleitung. Er kennt das Forstamt Sellhorn bereits wie kaum ein Zweiter. Seit seiner Ausbildung führt ihn sein  beruflicher Werdegang immer wieder in die Sellhorner Wälder. Unter anderem hat er sechs Jahre lang hier bereits als Betriebsdezernent das operative Geschäft und den Holzverkauf organisiert. Die ersten Jahre  seines Berufslebens war Wendt als Spezialist für forstliche Computeranwendungen im Forstplanungsamt und als Forsteinrichter tätig.

Als Forsteinrichter  lernte er die vielfältigen Waldbauregionen Niedersachsens sowohl in seiner Heimat im Tiefland als auch im Harz, Solling und Weserbergland kennen und erstellte für diese zukunftsfähige waldbauliche Nutzungsplanungen und Verjüngungsziele auf. Peter Wendt betont: „Meine vielfältigen Vorerfahrungen und meine Ortskenntnis werden mir sicherlich beim Start in die neue Aufgabe helfen. Ich möchte die Tradition des Forstamtes fortsetzen, dass sich die Ziele des Naturschutzes und die Bewirtschaftung der Wälder harmonisch ergänzen. Mein oberstes Ziel wird es sein, ganz im Sinne der langfristigen ökologischen Waldentwicklung – kurz LÖWE –, die mir anvertrauten Wälder klimastabil und zukunftssicher zu entwickeln“.

Beitragsfoto: Der scheidende Forstamtsleiter Lutz Kulenkampff mit seinem Nachfolger Peter Wendt (Foto: Niedersächsische Landesforsten)

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