Eichenprozessionsspinner breiten sich weiter aus

 In Forstamt Wolfenbüttel, Regionale Presseregion Mitte

Forstamt Wolfenbüttel in Sorge um Eichenwälder

 (Wolfsburg/Braunschweig/Helmstedt/ Peine/Wolfenbüttel/Gifhorn) Der Eichenprozessionsspinner (kurz EPS) breitet sich der Region immer weiter aus. Vor allem von Osten kommend, hat sich das Insekt bereits in den letzten 15 Jahren stark in den niedersächsischen Eichenwäldern vermehrt. Mittlerweile kommt der EPS in fast allen Eichenwäldern des Niedersächsischen Forstamtes Wolfenbüttel vor.

Der Eichenprozessionsspinner profitiert von den warmen Temperaturen der letzten Jahre und breitet sich weiter aus – auch, weil er kaum natürliche Gegenspieler hat. Insbesondere dann, wenn die Raupen in mehreren Jahren in Folge fressen, werden die Eichen stark geschwächt und drohen abzusterben.

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ZITATE (zu den einzelen Gebieten und Landkreisen)

Revierförster Dirk Schlüter von der Revierförsterei Königslutter sieht dem Treiben des EPS mit Besorgnis entgegen: „Ich beobachte seit gut drei Jahren die ersten Nester des EPS im Beienroder Holz. In den letzten Jahren kam es vereinzelt zu Kahlfraß. Wenn die Population so weiterwächst, werden die Eichen darunter leiden.“.

„Der Eichenprozessionsspinner ist auch bei uns im Landkreis Peine angekommen“, so Revierleiter Michael Cordes aus der Revierförsterei Barnbruch, „im Fürstenauer Holz habe ich die ersten größeren Nester des EPS beobachten können.“

Antje Feldhusen, aus der Revierförsterei Marienthal bei Helmstedt, blickt mit Sorge auf die Eichenwälder im Lappwald. „Auch im Landkreis Helmstedt haben wir den Eichenprozessionsspinner. In den Eichenwäldern des Lappwaldes breitet sich das Insekt weiter aus. Wir müssen die Situation scharf im Auge behalten.“

„In den Herzogsbergen im Landkreis Wolfenbüttel ist der Eichenprozessionsspinner seit einigen Jahren anzutreffen. Die Population ist noch recht klein, aber nach den beiden sehr warmen Sommern wird auch diese Anzahl weiter ansteigen.“ so Revierförster Roland Güthenke aus Revierförsterei Riddagshausen.

„In den Eichenwäldern rund um Rühen haben wir das derzeit größte Vorkommen des Eichenprozessionsspinners in Niedersachsen“, so Klaus Peter Deeken aus der Revierförsterei Danndorf, „Unsere Eichenwälder im Bereich Rühen, Giebel und Kaiserwinkel sind in den letzten Jahren mehrfach kahlgefressen worden. Viele Eichen sind durch diesen mehrfachen Kahlfraß abgestorben. Die Bevölkerung der angrenzenden Orte Rühen und Parsau leidet sehr unter dem EPS“. Auch in den Waldgebieten Barnbruch, Maaßel, Heinewedel und Eickhorst wurden Nester des EPS gesichtet.

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Die Population breitet sich seit Jahren weiter aus. Die Försterinnen und Förster wissen um die Vorkommen und bitten von weiteren Meldungen besorgter Bürger abzusehen. Waldbesuchende sollten den Kontakt mit den Raupen oder Nestern des Prozessionsspinners meiden und einen Sicherheitsabstand einhalten.

„Anders als in Parks oder entlang von Straßen können wir die Nester und Raupen im Wald nicht vom Boden aus absaugen.“, so Andreas Möhring, Betriebsdezernent aus dem Forstamt Wolfenbüttel. „Inwieweit die im Landkreis Gifhorn diesjährig erstmals durchgeführte Bekämpfungsmaßnahme aus der Luft Erfolge verzeichnet und die Population abgenommen hat, können wir im kommenden Frühjahr bewerten. Das Monitoring gemeinsam mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt geht weiter. Wir bitten alle Waldbesuchenden von den Raupen des Eichenprozessionsspinners Abstand zu halten.”

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