Herausforderung in der Natur

 In Forstamt Ankum, Regionale Presseregion West

Ausbildungsbeginn im Forstamt Ankum  

(Ankum/Damme/Munster) Viele Herausforderungen warten in den kommenden drei Jahren auf die beiden neuen Auszubildenden, Johannes Storck aus Damme und Finn Hartig aus Munster, im Forstamt Ankum. Beide haben ihre Ausbildung zum Forstwirt am 1. August in Ankum-Westerholte begonen. Neben der anspruchsvollen Ausbildung gilt es auch bei der Bewältigung der derzeit die Wälder belastenden diversen Waldschäden mitzuhelfen.

„Wir unterstützen mit den Azubis so gut es geht, zum Beispiel beim Borkenkäfer-Monitoring, darunter wird aber die Ausbildung nicht leiden“, ist sich Forstwirtschaftsmeister Erik Lohmeyer für seine insgesamt sechs Auszubildenden sicher. Zwei Auszubildende haben vor den Sommerferien ihre Facharbeiter-Prüfung erfolgreich abgelegt: Alex Teuber aus Wallenhorst wurde von den Niedersächsischen Landesforsten übernommen und verstärkt die Forstwirte im Südkreis Osnabrück. Der Havixbecker Frederik Merfeld beginnt jetzt ein Försterstudium in Göttingen.

Auch für 2019 stehen im Forstamt wieder zwei Ausbildungsplätze für den Forstwirt-Beruf zur Verfügung. Bewerbungen müssen bereits bis zum 20. Oktober vorliegen, da Ende November die eintägigen Auswahlverfahren stattfinden.

Finn Hartig aus Munster hatte bereits im Kindergarten den Wunsch „Förster zu werden“. So hat der 16-jährige in der waldreichen Gegend um Munster bereits viel Kontakt mit dem Wald gehabt und eine seiner Lieblingsbeschäftigungen ist neben Traktor fahren das Brennholzmachen im Wald. Sein zweites Berufspraktikum im Wald absolvierte Finn Hartig in der Ankumer Ausbildungswerkstatt und so reifte sein Entschluss, sich auch dort um den Ausbildungsplatz zu bewerben.

Für Johannes Storck (16) aus Damme ergab sich der erste Kontakt zu einem Förster in seiner Pfadfindergruppe, wo er seit vielen Jahren aktiv ist. Dort machte er auch seine Berufspraktikum und bestärkte seine Entscheidung für die Forstwirt-Ausbildung.

Hintergrund:

In der dreijährigen Ausbildungszeit werden die jungen Leute überwiegend im Betrieb des Forstamtes in Theorie und Praxis in die Arbeit eines Forstwirtes von der Holzernte bis zum Pflanzen junger Bäume unterwiesen. Der Beruf erfordert nicht nur Wissen über den Aufbau des Waldes und der darin vorkommenden Arten sondern auch über den Betrieb und die Unterhaltung von Forstmaschinen, wie der Motorsäge und weiterer Maschinen und Geräte. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit und gesundheitsschonende Arbeitsverfahren gelegt.

Die Praxis wird ergänzt durch jährlich etwa zehn Wochen überbetriebliche Ausbildung und Berufsschule am Niedersächsischen forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz. Dort wird auch die Ausbildung an Forstgeräten und Maschinen vertieft. So gehören der Arbeit mit dem Forstschlepper und erste Ausbildung an krangeführten Holzerntemaschinen mit zum Programm. Regelmäßig fahren Auszubildende im Rahmen des europäischen Leonardo-Austauschprogrammes zum Beispiel nach Skandinavien um die dortigen Verhältnisse kennen zu lernen.

In den 14 Ausbildungsrevieren der Niedersächsischen Landesforsten werden jährlich 30 Auszubildende für den Forstwirt-Beruf eingestellt. Im Weser-Ems-Raum gibt es zwei Ausbildungsstätten, die in Ankum und eine weitere in Neuenburg bei Varel. Die Berufsaussichten bei den Landesforsten sind gut. So wurden in diesem Jahr 16 Forstwirte eingestellt. Beliebte Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Fortbildung zum Forstmaschinenführer oder zum Forstwirtschaftsmeister. Darüber hinaus kann man sich in der Baumpflege und im Baumklettern beruflich fortbilden. Die Landesforsten selbst bieten jedes Jahr ein umfangreiches Seminarprogramm zur laufenden Fortbildung für alle Mitarbeiter an.

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