Arbeiten in der Natur

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Ausbildungsbeginn im Forstamt Neuenburg

(Neuenburg/Bockhorn/Zetel) Viele Herausforderungen warten in den kommenden drei Jahren auf Ronja Kuhz (18) aus Driefel und Henry Caspers (15) aus Jührdenerfeld. Beide haben am 1. August ihre Ausbildung zum Forstwirt im Forstamt Neuenburg begonnen. Neben der anspruchsvollen Ausbildung gilt es auch bei der Bewältigung der aktuellen Waldschäden mitzuhelfen. „Die ersten Schritte mit der Motorsäge haben die beiden Neuen beim Fällen von Käferbäumen gemacht“ so Ausbilder Konrad de Buhr.

Zwei andere Neuenburger Azubis haben vor den Ferien ihre Facharbeiter-Prüfung gut bestanden und sind gleich von den Niedersächsischen Landesforsten übernommen worden. Thimo Padeken arbeitet jetzt im Forstamt Ahlhorn und Martin Gerdes verstärkt die Forstwirte im Auricher Forstrevier Meerhusen des Forstamtes Neuenburg.

Auch für 2019 stehen im Forstamt wieder zwei Ausbildungsplätze für den Forstwirt-Beruf zur Verfügung. Bewerbungen müssen bis zum 20. Oktober vorliegen, da bereits Ende November die eintägigen Auswahlverfahren stattfinden.

Ronja Kuhz kommt aus einer naturverbundenen Familie und möchte nicht nur drinnen arbeiten. Ihr gefällt die abwechslungsreiche Tätigkeit im Wald. Nach einem Praktikum in der Neuenburger Ausbildungswerkstatt stand ihr Berufswunsch daher schnell fest.

Henry Caspers ist auf dem Klosterhof Jührden aufgewachsen und hat seine ersten Erfahrungen beim Brennholz machen im hofeigenen Wald gemacht. Nachdem er seinen Zukunftstag und zwei weitere Praktika bei den Neuenburger Azubis absolviert hat, stand auch für ihn fest, sich für diesen „schönen Beruf“ zu bewerben.

Hintergrund:

In der dreijährigen Ausbildungs zum Forstwirt werden die jungen Leute im Forstbetrieb theoretisch und praktisch in die Arbeit eines Forstwirtes, von der Holzernte bis zum Pflanzen junger Bäume eingewiesen. Der Beruf erfordert nicht nur Kenntnisse über den Aufbau des Waldes und der darin vorkommenden Arten sondern ebenso über den Betrieb und die Unterhaltung von Forstmaschinen, wie der Motorsäge und weiterer Maschinen und Geräte. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit und gesundheitsschonende Arbeitsverfahren gelegt.

Die Praxis wird ergänzt durch jährlich etwa zehn Wochen überbetriebliche Ausbildung und Berufsschule am Niedersächsischen forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz. Dort wird auch die Ausbildung an Forstgeräten und Maschinen vertieft. So gehören der Arbeit mit dem Forstschlepper und erste Ausbildung an krangeführten Holzerntemaschinen mit zum Programm.

Regelmäßig fahren Auszubildende im Rahmen des europäischen Leonardo-Austauschprogrammes zum Beispiel nach Skandinavien andere Verhältnisse kennen zu lernen. Bei guten Leistungen kann man eine sechsmonatige Ausbildung zum Forstmaschinenführer in die Ausbildung integrieren.

In den 14 Ausbildungsrevieren der Niedersächsischen Landesforsten werden jährlich  30 Auszubildende für den Forstwirt-Beruf eingestellt. Im Weser-Ems-Raum gibt es zwei Ausbildungsstätten, eine im Forstamt Ankum und die Werkstatt in Neuenburg. Die Berufsaussichten bei den Landesforsten sind gut. So wurden in diesem Jahr 16 Forstwirte übernommen.

Beliebte Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Fortbildung zum Forstmaschinenführer oder zum Forstwirtschaftsmeister. Darüber hinaus kann man sich in der Baumpflege und im Baumklettern beruflich weiterentwickeln.

Die Landesforsten selbst bieten jährlich ein umfangreiches Seminarprogramm zur laufenden Fortbildung für alle Mitarbeiter an.

Weitere Informationen unter https://www.landesforsten.de/wir/karriere/forstwirtinnen-und-forstwirte/

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