NLF setzen auf Spezialtechnik aus Österreich

 In Forstamt Münden, Regionale Presseregion Süd

(GÖ/HMÜ) Um absterbende Bäume entlang von Straßen entnehmen zu können, setzt das Forstamt Münden nun auch auf Spezialtechnik aus Österreich.

Die in Folge von Dürre oder Borkenkäfer absterbenden Bäume sorgen entlang von Straßen für Gefahren für den Straßenverkehr. Bei den deshalb erforderlichen Verkehrssicherungsmaßnahmen setzen die Förster nun auch auf einen sogenannten Seilbagger.

Der Bagger ähnelt den herkömmlichen Baumaschinen, verfügt aber über einen Greifer statt einer Schaufel und eine Seilwinde mit einem Seileinlauf in über 3 m Höhe , die am Arm des Baggers befestigt ist. „Die Maschine ist gut dort einzusetzen, wo Bäume an kurzen, steilen Hängen zu entnehmen sind.“ erklärt Dr. Schmidt-Langenhorst, Leiter des Forstamtes Münden, der den Kontakt zum österreichischen Spezialunternehmer gesucht hatte.

Dort gerate die konventionelle Technik häufig an ihre Grenzen, da die Seileinläufe bei Seilwinden der sonst üblicherweise eingesetzten Rückeschlepper in 1,5 m über dem Boden liegen. „Dadurch bekommt man die Bäume kaum über die Abbruchkante gezogen“ erläutert Schmidt-Langenhorst. Da durch die Trockenheit umfangreiche Schäden auch an der Buche festzustellen sind,  sind an vielen Straßen Verkehrssicherungsmaßnahmen erforderlich, bei denen der Seilbagger zum Einsatz kommt.

Bei einem ersten Test im Niemetal bei Löwenhagen zeigten sich dann auch die Stärken des Verfahrens, die nicht nur in der hoch liegenden Seilwinde, sondern auch im leistungsstarken Arm des Baggers liegen. Wichtig sei vor allem aber auch, dass sich niemand im Gefahrenbereich der zu fällenden Bäume aufhält, wenn dieser von der Seilwinde des Baggers umgezogen werden erklärt der Forstamtsleiter, denn: „Wie bei den üblichen Verfahren gilt auch hier: die Sicherheit der Forstwirte hat oberste Priorität“.

Für die geplanten Verkehrssicherungsmaßnahmen entlang der Straßen im gesamten Bereich des Forstamtes und darüber hinaus bittet Schmidt-Langenhorst auch im Namen seiner Kollegen um Verständnis. Um sicher arbeiten zu können, müssten Straßen für die Dauer der Arbeiten ganz oder teilweise gesperrt werden.

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