Hasbruch – Kastanienallee gefährdet

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Absterbende Bäume werden gefällt

(Ganderkesee/Hude) Die gut 400 Meter lange Kastanienallee im Hasbruch, zwischen dem Urwald und dem Waldparkplatz an der Autobahn, ist in ihrem Bestand gefährdet. „Etwa drei Viertel der Rosskastanien ist durch Befall der Miniermotte und des Bakteriums Pseudomonas abgestorben. Wir werden in der kommenden Woche diese Bäume fällen und den Weg für ein bis zwei Wochen sperren“, informiert Revierförster Jens Meier.

Bereits seit einigen Jahren kränkeln die Kastanien und sind bislang einzelbaumweise abgestorben. Durch die nun große Zahl toter Kastanien entlang des Weges steigt die Gefahr abbrechender Äste für die Besucher des Hasbruch. Daher werden nun die Bäume gefällt, wirtschaftlich genutzt werden können sie nicht. Das Forstamt Neuenburg bittet um Verständnis für die Wegesperrung und die damit verbundenen kurzzeitigen Beeinträchtigungen.

Für die Zukunft soll die Allee auf jeden Fall erhalten werden. „Wir planen im Moment, eine Hälfte mit resistenten Rosskastanien nachzupflanzen, sofern diese verfügbar sind. Die andere Hälfte soll mit Esskastanien ersetzt werden, die anders als der Name es vermuten ließe, nicht mit der Rosskastanie verwandt ist. Sie werden daher weder vom Bakterium noch von der Miniermotte befallen“, so Förster Meier.

Die Kastanienallee ist im Hasbruch landschaftsprägend und wurde ausweislich der Unterlagen des Forstamtes vor 133 Jahren gepflanzt. Dazu Jens Meier: „Die Kastanienallee ist auf Veranlassung der Großherzogs gepflanzt worden, damit er schon beim Eintreffen zur Jagd in den Hasbruch Anblick auf Wild hatte.“ Das zerstörerische Bakterium Pseudomonas syringae stammt wahrscheinlich aus Indien und trat zu Beginn der 2000er Jahre zunächst in Holland und in England auf. Ab 2007 zeigten sich größere Schäden auch in Deutschland.

 

Text und Fotos hier zum Download.

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