Neue Forstwirt-Azubis im Forstamt Nienburg

 In Forstamt Nienburg, Regionale Presseregion West

Aufgabenvielfalt im Wald

(Nienburg/Harbergen) Ihre dreijährige Forstwirt-Ausbildung im Forstamt Nienburg haben Tjard Bartels aus Winsen/Aller und Felix Geßner aus Berenbostel im August begonnen. „Wir führen die jungen Leute intensiv an die vielfältigen Arbeiten im Wald heran und legen großen Wert auf sehr sicheres und selbständiges Arbeiten, denn das sind wichtige Voraussetzungen für die spätere Arbeit im Wald“, so Ausbilder Dieter Höfig, der stets sechs Auszubildende betreut.

Tjard Bartels (19) hat nach der Schule ein Jahr im Freiwilligen Sozialen Jahr mit viel Innendienst in Kassel verbracht. Anschließend war für ihn klar, dass eine Ausbildung draußen in der Natur und mit Bewegung eher infrage kommt. Zwischen Land- und Forstwirt hat er sich für den Beruf des Forstwirtes entschieden, wobei ihn auch die Erfahrungen bei der Mithilfe im elterlichen Wald bei Celle motiviert haben.

Auch Felix Geßner hat sich, von der Landwirtschaft kommend, für den Forstwirt-Beruf als Alternative entschieden. „Ich helfe in meiner Freizeit viel in der Landwirtschaft, sehe beruflich aber mehr Zukunft als Forstwirt. Darin hat mich ein zweiwöchiges Schulpraktikum in der Stadtforst Hannover bestärkt.“, so der18-jährige, der ebenso wie Tjard Bartels in seiner Freizeit in der Feuerwehr aktiv ist.

Im ersten Monat haben die beiden bereits mit der Motorsäge und der Motorsense kleinere Waldbestände unter Anleitung gepflegt, Hochsitze repariert und Adlerfarn in Baumpflanzungen durch sogenanntes Knüppeln, also ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, bekämpft. Unisono bestätigen beide ihre ersten Eindrücke: „Vor allem die Arbeit mit der Motorsäge ist cool!“

Auch für 2020 stehen im Forstamt wieder zwei Ausbildungsplätze für den Forstwirt-Beruf zur Verfügung. Bewerbungen müssen bis zum 20. Oktober vorliegen, da bereits Ende November die eintägigen Auswahlverfahren stattfinden.

Hintergrund:

In der dreijährigen Ausbildung zum Forstwirt werden die jungen Leute im Forstbetrieb theoretisch und praktisch in die Arbeit eines Forstwirtes, vom Pflanzen und Schützen junger Bäume bis hin zur Holzernte eingewiesen. Der Beruf erfordert nicht nur Kenntnisse über den Aufbau des Waldes und der darin vorkommenden Arten, sondern ebenso über den Betrieb und die Unterhaltung von Forstmaschinen, wie der Motorsäge und weiterer Maschinen und Geräte. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit und gesundheitsschonende Arbeitsverfahren gelegt.

Die Praxis wird ergänzt durch jährlich etwa zehn Wochen überbetriebliche Ausbildung und Berufsschule am Niedersächsischen forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz. Dort wird auch die Ausbildung an Forstgeräten und Maschinen vertieft. So gehören der Arbeit mit dem Forstschlepper und erste Ausbildung an krangeführten Holzerntemaschinen mit zum Programm. Regelmäßig fahren Auszubildende im Rahmen des europäischen Leonardo-Austauschprogrammes zum Beispiel nach Skandinavien andere Verhältnisse kennen zu lernen. Bei guten Leistungen kann man eine sechsmonatige Ausbildung zum Forstmaschinenführer in die Ausbildung integrieren.

In den 14 Ausbildungsrevieren der Niedersächsischen Landesforsten werden jährlich 30 Auszubildende für den Forstwirt-Beruf eingestellt. Die Berufsaussichten bei den Landesforsten sind gut. So wurden in diesem Jahr 16 Forstwirte übernommen. Beliebte Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Fortbildung zum Forstmaschinenführer oder zum Forstwirtschaftsmeister. Darüber hinaus kann man sich in der Baumpflege und im Baumklettern beruflich weiterentwickeln.
Die Landesforsten selbst bieten jährlich ein umfangreiches Seminarprogramm zur laufenden Fortbildung für alle Mitarbeiter an.

Weitere Informationen unter  https://www.landesforsten.de/wir/karriere

Fotos und Text zum Download hier.

 

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