Fachoberschüler pflanzen 1.400 Bäume im Niedersächsischen Forstamt Oerrel

 In Forstamt Oerrel, Regionale Presseregion Nordost

Praktischer Unterricht unter fachkundiger Anleitung von Mitarbeitern der Niedersächsischen Landesforsten

(Munster / Oerrel / Ebstorf) Elf Schülerinnen und Schüler und zwei Lehramtsstudenten der Fachoberschule Agrarwirtschaft, Schwerpunkt Forstwirtschaft Klasse 11 der Georgsanstalt am Standort Ebstorf haben gelernt wie junge Bäume richtig gepflanzt werden. Die Aktion fand Ende September auf Flächen des Forstamtes Oerrel statt. 1.400 Pflanzen, überwiegend Buchen wurden dabei gepflanzt. Es galt eine kleine Freifläche, die durch Borkenkäferfraß entstanden war, wieder aufzuforsten.

„Heute lernen die Schüler wichtiges Grundlagenwissen, denn mit der Pflanzung von Bäumen nimmt im Wald alles seinen Anfang. Es sollen hier Ballenpflanzen mit einem Pflanzrohr gepflanzt werden. Die Wurzeln kommen optimal in den Boden, so dass sie sich gut weiterentwickeln können. Das ist extrem wichtig, denn die Bäume sollen ja 100 Jahre und länger standfest sein und allen klimatischen Widrigkeiten möglichst gut trotzen können.“, erläuterte Olaf Schöne, Mitarbeiter des Niedersächsischen Forstamtes Oerrel, den Projekttag, der direkt im Wald stattfindet.

Bei der Auswahl des Pflanzgutes ist es daher extrem wichtig, standörtlich angepasste Pflanzen in den Wald zu bringen, die mit den Klima- und Bodenbedingungen gut zurechtkommen.

„Es kommt auf die richtige Technik an. Die jungen Bäume müssen sorgfältig in den Boden kommen, nicht zu tief und nicht zu hoch, ein bisschen Erde über den Ballen und nur ganz leicht antreten, damit die Wurzeln nicht gequetscht werden “, erklärte Martin Riechers, Forstwirt im Forstamt Oerrel. „Und außerdem haben die Schülerinnen und Schüler bestes Pflanzwetter mitgebracht“ lacht Martin Riechers, denn die ganzen drei Stunden hat es sachte vor sich hin geregnet. Der Regen ist ein Segen für die Pflanzen und den Wald nach der langen Trockenheit.

Für die Schüler wird an einem Projekttag wie diesem theoretisches Wissen in der Praxis umgesetzt. Solche Gelegenheiten sind wertvoll, um Wissen zu vertiefen und zu verankern. Der Praxisbezug spielt im Unterricht an der Georgsanstalt in Ebstorf immer eine große Rolle. Externe Lehrkräfte, zu denen auch Olaf Schöne gehört, sind dabei sehr wichtig. Sie unterrichten praxisnahe Themen in den Lerngebieten Ökologische Zusammenhänge, Forstbotanik, Wildzoologie, Grundlagen des Waldbaus und Standortkunde. Zudem sind zwei längere Praktikumsphasen in der 11. Klasse vorgesehen, in denen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen praktisch anwenden. Mit erfolgreichem Abschluss der 12. Klasse wird die Fachhochschulreife erworben, mit der viele Absolventen der Georgsanstalt dann das Forstwirtschaftsstudium aufnehmen um Förster zu werden.

„Nach den Sturm- und Borkenkäferschäden ist die Pflanzung neuer Wälder landesweit eine große Aufgabe. Ich bin froh, den angehenden Försterinnen und Förstern dieses Thema heute anschaulich machen zu können. Ich bin begeistert von der hohen Motivation“, resümiert Olaf Schöne den Projekttag.

Beitragsfoto: Teilnehmer am Projekttag, Olaf Schöne (Dritter von rechts)
(Fotos: Niedersächsische Landesforsten)

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