Absterbende Buchen in Osnabrück

 In Forstamt Ankum, Regionale Presseregion West

Waldgebiet Nürenburg deutlich betroffen

(Osnabrück) In dem kleinen Waldgebiet Nürenburg zwischen den Stadtteilen Gartlage, Sonnenhügel, Dodesheide und dem Gelände der Firma Kabelmetall wurden vom zuständigen Forstamt Ankum massive Absterbeerscheinungen an alten Buchen und Eichen festgestellt. „Es sollten ursprünglich zehn nicht mehr sicherere Bäume entlang des Rad- und Fußweges gefällt werden“, so Uwe Aegerter von den Niedersächsischen Landesforsten.

„Nun müssen wir aus Sicherheitsgründen, auch wegen des angrenzenden Kindergartens, der den Wald regelmäßig nutzt, etwa 50 Bäume fällen, die absterben oder bereits tot sind.“

Die Arbeiten haben am Freitag begonnen und werden am Montag fortgesetzt. Das Forstamt bittet dringend darum zur eigenen Sicherheit die Wegeabsperrungen zu beachten. Ein Teil des Schadholzes wird als liegendes Totholz in der Waldfläche bis zum natürlichen Zerfall verbleiben. Ob die entstandenen Lücken wieder ausgepflanzt werden sollen, ist noch nicht entschieden.

„Mit Blick auf den Klimawandel wäre die Pflanzung von Eichen wegen ihrer höheren Trockenheitsresistenz zu überlegen.“ so Uwe Aegerter vom Forstamt.

Hintergrund:

Der landesforsteigene Teil des Waldgebietes Nürenburg ist 28.000 Quadratmeter groß und überwiegend mit 145-jährigen Buchen sowie einigen 165 Jahre alten Eichen bewachsen. Wegen der intensiven Erholungsnutzung ist das Ziel der Niedersächsischen Landesforsten, die alten Bäume möglichst lange zu erhalten. Außer der Entnahme gefährlicher oder abgestorbener Bäume entlang von Wegen (Verkehrssicherung) war eine Nutzung nicht vorgesehen.

Die jetzt zwei Jahre anhaltende Trockenheit hat wie in vielen anderen Buchenwäldern in Niedersachsen zu den nun festgestellten Absterbeerscheinungen geführt.

Besonders alte Buchen reagieren empfindlich auf Wassermangel im Sommer. Neben Kronenverlichtung und braunen Blättern sind schwarze Flecken auf der Rinde (sog. Schleimfluß), abplatzende Rinde und Pilzbefall (Fruchtkörper am Stamm) die markantesten Zeichen für den beginnenden Absterbeprozeß.

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