Wald macht Kinder sicher

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Landesunfallkasse finanziert Erzieher-Fortbildung

(Ahlhorn/Emstek) Im zehnten Jahr organisiert nun die Landesunfallkasse Hannover zusammen mit den beiden Gemeindeunfallversicherungen und den Niedersächsischen Landesforsten die Erzieherinnenfortbildung „Kinder im Wald“. In diesem Jahr fanden aufgrund der hohen Nachfrage sogar zwei Seminare mit jeweils 22 Teilnehmern im Waldpädagogikzentrum auf dem Gelände der forsteigenen Teichwirtschaft Ahlhorn statt.

Für Insa Abeling von der Landesunfallkasse sind die Seminare sinnvolle Präventionsansätze für Kindertageseinrichtungen, da die positive Wirkung von intensivem Walderlebens und Förderung der kindlichen Motorik zusammenfließen: „Kinder haben immer weniger Gelegenheit herausfordernde Bewegungserfahrungen zu machen, die der Wald aufgrund seiner Beschaffenheit wie nebenbei bereithält. Das Draußensein im Wald bietet so viel Bewegungs- und Erfahrungsmöglichkeit, dass die gewonnenen Erfahrungen sich auch auf andere Lernsituationen positiv auswirken können.“

Diese Chance haben auch die teilnehmenden Erzieherinnen und Erzieher bereits erkannt. Wie sich in der Vorstellungrunde herausstellt, sind fast alle Einrichtungen bereits regelmäßig an Waldtagen oder mit Waldwochen aktiv. Sie kommen aus Kindergärten kommunaler, kirchlicher, privater Träger oder von Wohlfahrtseinrichtungen im gesamten Weser-Ems-Raum und darüber hinaus. Auch Mitarbeiter heilpädagogischer Kindertagesstätten und reine Waldkindergärten sind vertreten.

Die Stärkung der kindlichen Motorik auch im Wald ist für die Unfallversicherungen ein besonderes Anliegen, weil neun von zehn Unfällen in Kindergärten auf das kindliche Bewegungsverhalten zurückgehen. „Interessant ist auch, das in Waldkindergärten oder bei Waldaufenthalten so gut wie keine Unfälle passieren, obwohl man spontan das Gegenteil vermuten würde“, wirbt Diplompädagogin Abeling für den Erlebnisraum Wald.

Keine Praxis ohne Theorie

Bevor die Seminarteilnehmer in den Wald gingen, um mit der Referentin und Waldpädagogin Gisela Stöckmann aus Braunschweig vielfältige Anregungen für Aktionen im Wald zu bekommen und diese selbst auszuprobieren, stand auch etwas Theorie auf der Tagesordnung. Carola Freise vom Waldpädagogikzentrum Weser-Ems informierte über die Rahmenbedingungen unter denen der Wald erkundet wird. Dazu gehören Information über die Waldbesitzverhältnisse ebenso wie das geltende Waldbetretungsrecht. Insa Abeling steuerte die aus Sicht der Unfallkasse wichtigen haftungsrechtlichen Informationen bei. Der überwiegende Teil des Tages war jedoch den kindgerechten Erfahrungsmöglichkeiten im Wald selbst gewidmet.

Seminarangebot in ganz Niedersachsen

„Die Seminare ‚Kinder im Wald‘ werden in Zusammenarbeit mit den Landesforsten nicht nur in Ahlhorn, sondern auch in der Heide und im Raum Braunschweig angeboten. Sie zeigen das kontinuierlich wachsende Interesse am Erfahrungsraum Wald, der kann für Kinder auch ein kleines Gehölz um die Ecke sein.“ fasst Insa Abeling zusammen. Informationen und Anmeldungen unter lukn.de/praevention/seminare/2019/6113.php

 

Pressemitteilung und Fotos zum Download hier.

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