Bessere Bucheckern-Ausbeute als erhofft

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

Saatgutbedarf nur zur Hälfte gedeckt

(Ahlhorn/Wildeshausen) Die Ernte von Bucheckern in den Niedersächsischen Landesforsten geht dem Ende entgegen. Trotz guter Blüte im Frühjahr kamen nach dem zweiten trockenen Sommer in Folge landesweit nur 600 Samenbäume für eine Beerntung mit ausgelegten Netzen infrage. „Von Süden herkommend wurde das Ernteergebnis nach Norden immer besser, so dass die Ausbeute mit gut zehn Tonnen unsere gedämpften Erwartungen übertrifft“, so Ben Buhle von der Forstsaatgutberatungsstelle der Landesforsten, der die Ernte organisiert. Die Forstsaatgutberatungsstelle in Oerrel wird alles Buchen-Saatgut nun trocknen und reinigen. Bei Kühlschranktemperatur erfolgt die Einlagerung bis die Eckern im Frühjahr zur Aussaat an Baumschulen weitergegeben werden. Aus einem Kilogramm Bucheckern können etwa 1000 Sämlinge entstehen.

Baustein für Waldumbau

Für die Niedersächsischen Landesforsten ist die diesjährige Bucheckern-Ausbeute ein wichtiger Baustein für die klimaangepasste Entwicklung des Waldes. Zwar sei die Buche auf den in den beiden letzten Jahren entstandenen Freiflächen nicht die vorrangige Baumart – leiden die kleinen Buchen doch oft unter Hitze und Frost. Doch: „Außer auf trockenen Waldböden ist die Buche in den meisten Waldflächen zusammen mit anderen Baumarten die Grundlage für den zukünftig zu entwickelnden Mischwald“, erläutert Betriebsdezernent Stefan Grußdorf vom Forstamt Ahlhorn die Strategie einer klimaangepassten Baumartenwahl. Im Forstamtsbereich wurden im Hölscherholz bei Wildeshausen eine Tonne Bucheckern von nur 46 Bäumen geerntet, genug für 200 Hektar neuen Wald.

Etwa zehn Millionen Sämlinge können aus den nun geernteten Bucheckern wachsen, die in den nächsten Jahren dringend benötigt werden. Nach der Aussaat stehen die Sämlinge im Winter des darauffolgenden Jahres für die Ausbringung in den Wald zur Verfügung.

Trotz Buchensterben unverzichtbar

Obwohl Buchenwälder in diesem Jahr besonders in Südniedersachsen deutliche Absterbe-Erscheinungen zeigen, bleibt die Buche auf den meisten Waldböden weiterhin eine der wichtigsten Baumarten im Konzept der Langfristigen ökologischen Waldentwicklung (LÖWE) der Niedersächsischen Landesforsten.

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