Niedersächsischen Landesforsten und NABU machen sich stark für den Fledermausschutz

 In Forstamt Fuhrberg, Regionale Presseregion Mitte

Ehemaliger Schießstand wird Winterdomizil für Fledermäuse

(Celle) Im Wietzenbruch bei Celle hat das Forstamt Fuhrberg mit der Unterstützung ehrenamtlicher Naturschützer einen alten, unterirdischen Schießstand zum Winterquartier für Fledermäuse umgestaltet.

Die heimischen Fledermäuse finden immer weniger Möglichkeiten, um den für sie lebenswichtigen Winterschlaf anzutreten. Durch den Abriss alter Gebäude verschwinden immer mehr Quartiere, an neuen Häusern finden die kleinen Säuger aufgrund der hermetischen Bauweise keine Verstecke. „Wir müssen etwas tun“, da waren sich Bernhard Mund und die Eheleute Martina und Matthias Frank vom NABU einig. Forstamtsleiter Hans-Martin Roese von den Niedersächsischen Landesforsten unterstützt das Projekt.  „Mir ist es ein persönliches Anliegen, die Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden zu stärken und hier hat es sich angeboten im Sinne des Artenschutzes eine sinnvolle Nachnutzung der ehemals militärischen Anlage zu ermöglichen.“

Im Mai 2019 war es endlich so weit. Nach Einholen der erforderlichen Genehmigungen wurde bis Herbst dieses Jahres in zahlreichen Arbeitseinsätzen Sand geschippt, gemauert und betoniert. Jetzt dienen Hohlblocksteine als Überwinterungsort. Eine Stahltür mit Einflugschlitz und ein umgebautes Eisengitter sichern das Quartier gegen unbefugtes Betreten. Finanzielle Hilfe gab es von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. Fachkundiger Rat der Fledermaus-Regionalbetreuer und Sachspenden lokaler Unternehmen rundeten das Vorhaben ab.

Für Januar 2020 ist eine erste Kontrolle des Quartiers unter fachlicher Aufsicht geplant. Alle Beteiligten sind gespannt, welche ersten Bewohner sich bis dahin eingefunden haben.

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