Kreisfeuerwehr Bereitschaftsübung in der Försterei Heidhof

 In Forstamt Harsefeld, Regionale Presseregion Nordost

Niedersächsische Landesforsten, Freiwillige Feuerwehr und Rettungshundestaffel üben für den Ernstfall

(Osterholz-Scharmbeck) Samstag, 16. November 2019, 09:00 Uhr; Schlag auf Schlag treffen vier Züge der Kreisfeuerwehrbereitschaft Osterholz im Wald der Revierförsterei Heidhof ein. Waldbrand! Es brennt in „Schmidts Kiefern“, so die Ausgangslage der Kreisbereitschaftsübung. Am Verladebahnhof wird die Einsatzleitstelle aufgebaut. Von hier aus koordiniert Kreisbereitschaftsführer Björn Plate den Einsatz. Für ihn gilt es etwa 140 Feuerwehrleute und das Team Rettungshundestaffel mit ihren Hunden im Übungsverlauf einzusetzen.

Die Ausgangslage eines großen Waldbrandes hier in den Kiefernwäldern der Försterei Heidhof ist sehr realistisch. Heiko Ehing, Leiter der Revierförsterei Heidhof erklärt: „Kiefernwälder gelten unter bestimmten Voraussetzungen als extrem brandgefährdet. Wir haben hier ein großes zusammenhängendes Waldgebiet mit einem sehr hohen Kiefernanteil. Ich habe hier schon einige Waldbrände miterlebt und bin froh darüber, dass die Feuerwehr stets Schlimmeres verhindert hat. Daher ist es für mich auch selbstverständlich gemeinsam mit den Feuerwehren solche Übungen vorzubereiten und zu begleiten“.

Das Übungsszenario hat allen Beteiligten einiges abverlangt. Damit die Einsatzkräfte an den Brandort gelangen konnten, mussten sie als erstes die Hauptzufahrt freischneiden, sie war durch einige umgestürzte Bäume versperrt. Auch Wegeseitenräume mussten von störendem Bewuchs befreit werden, damit ein reibungsloser Rund- und Einbahnstraßenverkehr gewährleistet werden konnte. Björn Plate betont: „Bei Waldbränden ist eine reibungslose Versorgung mit großen Mengen Löschwasser entscheidend. Das ist in geschlossenen Waldgebieten oft eine Herausforderung. Bei dieser Übung haben wir den Einsatz von 3000 Liter fassenden Notfallbehältern als Pufferspeicher geübt.

Die Größe des angenommenen Waldbrandes machte den Aufbau einer kontinuierlichen Wasserversorgung erforderlich“. Im Übungsverlauf tauchten weitere Herausforderungen für die Einsatzkräfte auf. Es galt einen schweren Verkehrsunfall mit Personenbergung auf der Panzerstraße abzuarbeiten. Parallel dazu wurde auch eine Personensuche nach vier vermissten Kindern durchgeführt, die Feuerwehrleute wurden dabei durch die Mannschaft der Rettungshundestaffel unterstützt.

Bei der Abschlussbesprechung bedankt sich Björn Plate bei allen Teilnehmern für die gute Zusammenarbeit und den professionellen Ablauf der Übung. „Das war sehr realitätsnah, alle Teilnehmer haben die Übung hochprofessionell und mit dem nötigen Ernst durchgeführt. Die Aufgaben wurden bei den heutigen Gelände- und Witterungsverhältnissen gut gelöst. Wir können aus dieser Übung einige Erkenntnisse für unsere künftige Arbeit ziehen“ resümiert er.

Beitragsbild: Um zum Brandherd zu gelangen muss die Zufahrt freigeschnitten werden
(Fotos: Sierk /Niedersächsische Landesforsten)

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