FriedWald – Standort Buxtehude wird erweitert

 In Forstamt Harsefeld, Forstamt Sellhorn, Regionale Presseregion Nordost

Die Niedersächsischen Landesforsten bereiten FriedWald – Erweiterung vor

(Buxtehude) Der FriedWald Buxtehude im Neukloster Forst wächst stetig, die naturnahen Beisetzungen finden immer mehr Anhänger.

Gesa Tiedemann vom Forstamt Harsefeld erläutert: „Mittlerweile sind zwei Drittel der bisher ausgewiesenen Bäume verkauft. Um der Nachfrage weiterhin gerecht zu werden, müssen wir die Fläche erweitern. Dies geschieht innerhalb der von der Stadt Buxtehude zum FriedWald gewidmeten Fläche. Besonders gefragte Bestattungsbäume sind hier Buche, Eiche und Linde. Diese Bäume findet man in den geplanten Erweiterungsflächen. Um die Erweiterung vorzubereiten ist es nötig, die potenziellen Friedwald-Bäume zu pflegen, damit sie sich gesund und stabil entwickeln können. Dafür werden vor allem Nadelbäume wie Lärchen und Fichten entnommen, aber auch einzelne Laubbäume müssen gefällt werden“.

Das Forstamt Harsefeld beginnt ab dem 22. Oktober mit dem Holzeinschlag. Die Erntemaßnahmen können sich über einen längeren Zeitraum hinziehen, da jeweils nur von Montag bis Mittwoch gearbeitet wird. Der FriedWald-Betrieb findet regulär von Donnerstag bis Samstag statt, sodass die Baumauswahlen, Waldführungen und Bestattungen nicht durch Maschineneinsatz und Motorsägenlärm gestört werden.

Im Anschluss an die Holzernte sollen vorhandene Wege und Gassen ausgebaut und befestigt werden. Ziel ist es die Flächen gut zu erschließen, damit alle Bereiche auch mit dem Rollstuhl oder dem Rollator erreicht werden können.

Gesa Tiedemann betont: „Es werden keine neuen Trassen aufgehauen und auch bei der Auswahl des Wegebaumaterials werden wir darauf achten, dass hier das besondere Bild des Waldes nicht beeinträchtigt wird. Im Hinblick auf die Waldästhetik werden wir in einem Teil der Erweiterungsfläche zwischen der Bundestraße 73 und dem Buchenweg auch künftig keine Bestattungen durchführen, da im Frühjahr hier ein Meer aus Buschwindröschen den Boden bedeckt. Diesen Frühjahrsaspekt wollen wir für unsere Besucher erhalten“.

Hintergrund für die Redaktion:

Im FriedWald können sich Interessenten ihren Baum bereits zu Lebzeiten aussuchen. Die Asche der Verstorbenen ruht in biologisch abbaubaren Urnen zwischen den Wurzeln von Bäumen. Kleine Namenstafeln an den Bäumen machen auf die Grabstätten aufmerksam. Der FriedWald steht den Menschen aus der Region offen, er ist ein Angebot für jedermann, mit und ohne Konfession.

Der FriedWald Buxtehude wurde im November 2006 eröffnet, hier haben bis heute 2535 Menschen ihre letzte Ruhe gefunden. Waldbesucher erkennen die freien Bestattungsplätze anhand farbiger Bänder, die um die Bäume gebunden sind. Die gesamte Palette des Angebotes, wie Familien-, Freundschafts- und Gemeinschaftsbäume, gehören zu dem erweiterten Angebot. Diese Ruhestätten stehen einer Einzelperson, einer ganzen Familie oder einem Freundeskreis mit bis zu zehn Personen zur Verfügung.

Seit Mitte 2000 gibt es das FriedWald-Konzept in Deutschland. Mit dem FriedWald Reinhardswald bei Kassel wurde im Jahr 2001 der erste Bestattungswald in der Bundesrepublik eröffnet. Der erste niedersächsische Friedwald Bramsche-Osnabrücker Land entstand 2003.

Seitdem hat es mehr als 74.000 Beisetzungen an den inzwischen bundesweit 62 FriedWald-Standorten gegeben. Die Bestattung in der Natur wird deutschlandweit von der FriedWald GmbH in Griesheim bei Darmstadt angeboten.

Die niedersächsischen FriedWald-Standorte in Zusammenarbeit mit den Niedersächsischen Landesforsten sind Buxtehude, Bremervörde, Bremer Schweiz, Cuxland, Bramsche bei Osnabrück, Hasbruch bei Oldenburg, Burg Plesse bei Göttingen, Südharz bei Osterode, Elm bei Braunschweig, Uetzer Herrschaft bei Hannover, Lüneburger Heide bei Bispingen und Ostheide bei Lüneburg

Beitragsbild: Blühende Buschwindröschen im Frühjahr. Der Blütenteppich soll erhalten werden (Foto: Niedersächsische Landesforsten)

Fotos: Druckfähige Fotos finden Sie unter folgendem Link: https://nlf.pixxio.media

 

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