Verkehrssicherung und Naturschutz schließen sich nicht aus

 In Forstamt Rotenburg, Regionale Presseregion Nordost

Die Niedersächsischen Landesforsten haben sowohl den Schutz der Waldbesucher als auch der Natur im Blick

(Rotenburg / Wümme) Das Niedersächsische Forstamt Rotenburg hat Anfang Februar notwendige Baumfäll- und Pflegearbeiten entlang der Straße „In der Ahe“ durchgeführt. Die Maßnahmen waren notwendig geworden, da einige morsche Laubbäume mit Kernfäule und zahlreiche trockene Äste und Kronenteile die Sicherheit der Waldbesucher, Passanten und Verkehrsteilnehmer bedroht haben.

Tobias Gebers, Leiter der zuständigen Revierförsterei Spange hat sich vor Beginn der Verkehrssicherungsmaßnahme eng mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rotenburg und dem zuständigen Förster für Waldökologie, Hauke Klattenberg abgestimmt. „Schließlich handelt es sich bei dem betroffenen Waldbestand um einen für den Naturschutz wertvollen alten Laubwald. Die starken Bäume bieten in ihren teilweise verborgenen Höhlen Unterschlupf für zahlreiche Arten. Im angrenzenden Eichenbestand kommt sogar der sehr seltene Eremit, auch Juchtenkäfer genannt, vor.“ erläutert Tobias Gebers.

Einige Laubbäume entlang der Straße wurden beschnitten, geköpft oder, wenn nicht anders möglich, gefällt. Bei den besonders für den Naturschutz wertvollen Eichen und Buchen wurde darauf geachtet, dass möglichst lange Baumstümpfe als stehendes Totholz erhalten wurden. „Wir haben entweder ganze Kronen oder nur Kronenteile entnommen, bis die Gefahr des Abbrechens gebannt war. Bei gesunden standfesten Bäumen reichte es einige trockene Äste zu entnehmen“, erläutert Revierförster Tobias Gebers das sensible Vorgehen.

Auf einige Waldbesucher wird der Wald rechts und links der Straße „In der Ahe“ nach der Maßnahme unaufgeräumt wirken. Reisig wurde aufgeschichtet oder die abgesägten Äste, Zweige und Stammteile liegen so wie sie heruntergefallenen sind auf dem Waldboden. Baumstümpfe ragen wie Mahnmale in den Himmel. Waldökologe Hauke Klattenberg erklärt: „Wir wollten den Wald nach der Verkehrssicherungsmaßnahme nicht aufräumen und wie einen Stadtpark herrichten. Dass es hier so aussieht hat reine Naturschutzgründe. Der aufgeschichtete Reisigwall ist Nistplatz für Vögel und Unterschlupf für Igel und andere Säuger. Die Baumstümpfe, bieten zahlreichen Höhlenbewohnern, wie Vögeln, Insekten und Fledermäusen ein Obdach. Selbst das liegende, vor allem stärkere Totholz am Waldboden ist ökologisches Gold. Kurz gesagt, stehendes und liegendes Totholz ist ein wichtiger Lebensraum, das wollen wir hier erhalten und auch zeigen“.

Beitragsbild: Tobis Gebers zeigt den Stamm einer hohlen Flatterulme. Der Kern dieses Ulmenstammes war total verfault, der Baum war nicht zu retten. Instabile Bäume stellen eine Gefahr entlang von Straßen und Wegen dar. Aus Verkehrssicherungsgründen müssen solche Bäume gefällt werden. (Foto: Sierk / Niedersächsische Landesforsten)

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