Kooperationsvereinbarung geschlossen

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Forstamt Saupark und Forstamt Oldendorf setzen sich mit dem Heimatbund Niedersachsen für den Erhalt der Süntel-Buche ein

(Springe) Am 17.02.2020 trafen sich die Vertreter der Forstämter Saupark und Oldendorf, der Heimatbund Niedersachsen e. V. (HBN), Ortsgruppe Bad Münder und Prof. Dr. Michael Rode vom Institut für Umweltplanung (Hannover) zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zum Erhalt der Süntel-Buche im Jagdschloss Springe. Ziel ist die Einbringung von Süntel-Buchensämlingen des Heimatbund Niedersachsen in Flächen der Niedersächsischen Landesforsten im Deister und Süntel zum Erhalt und der Erhöhung der Biodiversität.

„Die Süntel-Buche ist eine seltene Varietät der Rotbuche. Sie beeindrucken durch ihre verdrehten, miteinander verwachsenen Äste und ihre sehr kurzen, drehwüchsigen Stämme“ sagt Heiko Brede, Förster für Waldökologie der Niedersächsischen Landesforsten. „Ziel ist ein Süntelbuchenbestand der sich langfristig auch natürlich verjüngt. Im Forstamt Saupark in der Revierförsterei Kölnischfeld ist die Pflanzung auf einer ehemaligen Fichtenfläche geplant. Die Fläche wird gezielt gepflegt und die Entwicklung der Bäume wissenschaftlich durch die Nordwestdeutsche forstliche Versuchsanstalt begleitet. Im Forstamt Oldendorf werden die Süntel-Buchen in der Revierförsterei Hohenstein eingebracht.“ so Brede.  Aktuell gibt es in den Regionen nur noch wenige Altbäume und bis auf zwei Kleinflächen nur vereinzelt junge Süntel-Buchen.

Herkunft der Pflanzen

Es ist eine Herzensangelegenheit des Heimatbundes Niedersachsen e. V. (HBN). Er zieht in mühevoller Arbeit seit 2011 500 Sämlinge von verschiedenen Mutterbäumen der Süntel-Buchen aus der Region nach. Die Mutterpflanzen sind genetisch auf ihre Eigenständigkeit untersucht und nach Herkunft getrennt angezogen. Der Heimatbund Niedersachsen wurde 1901 mit dem ausdrücklichen Anliegen gegründet, dem Natur- und Landschaftsschutz Nachdruck zu verleihen. Mit prominenten Gründerpersönlichkeiten wie Hermann Löns, die im Naturschutz eines der wichtigsten Anliegen der kommenden Zeit überhaupt sahen, war der HBN eine der engagierten Verbände gegen das damals dominierende Stimmungsklima der Industrie- und Fortschrittsbegeisterung.

Die jungen Pflanzen stammen größtenteils aus der Aussaat des Winters 2011/2012. Sie sind jeweils mit einem unverwechselbaren Code gekennzeichnet der Aufschluss über den Mutterbaum gibt und den Baum mit einer individuellen Nummer benennt. Jeder Baum ist in seiner Entwicklung dokumentiert. Die Dokumentation erfolgte durch das Institut für Umweltplanung der Universität Hannover. Insgesamt sollen ca. 380 Jungbäume in die Projektflächen eingebracht werden. Die Vorbereitung der Pflanzflächen und die Pflanzung findet im Frühjahr 2020 statt.

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