Etwas andere Waldarbeit im FriedWald Hasbruch

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Bestattungsbäume werden gepflegt

(Neuenburg/Hude) Eine etwas andere Art von Waldarbeiten finden Anfang März im FriedWald Hasbruch statt. „Die bei Gründung des FriedWald-Gebietes vor 15 Jahren ausgesuchten Bestattungsbäume im Bereich der Bäke (Schnitthilgenloh-Graben) bekommen jetzt Platznot und müssen von bedrängenden Nachbarbäumen freigestellt werden. So können wir gewährleisten, dass es den Bestattungsbäumen auch weiterhin gut geht“, erläutert Stephan Nienaber vom Forstamt Neuenburg.

„Für einen reibungslosen und sicheren Ablauf müssen vom 2. März bis zum 18. März Teilbereiche des FriedWald-Gebietes entsprechend dem Arbeitsfortschritt gesperrt werden.“ Besucher werden gebeten, zu ihrer eigenen Sicherheit die Hinweisschilder vor Ort zu beachten und gesperrte Bereiche nicht zu betreten. Auch zu Forstmaschinen ist ein deutlicher Abstand zu halten.

Für den neuen Revierleiter Marcus Hoffmann, der die Arbeiten durchführen lässt, ist das Vorgehen eine logistische Herausforderung. „Wir wollen binnen vierzehn Tagen mit einem bodenschonenden Raupenfahrzeug und nötigenfalls einem geländegängigen Hubsteiger die Bäume entnehmen, ohne Bestattungsbäume zu beschädigen. Das Holz wird außerhalb des FriedWald-Gebietes gelagert und Zug um Zug abgefahren.“ Um die spätere Erreichbarkeit der Bestattungsbäume in der Fläche zu gewährleisten, werden auch die Baumkronen geräumt und außerhalb zu Energieholz verarbeitet.

Der FriedWald Hasbruch

wurde 2004 im Waldgebiet Schnitthilgenloh westlich von Hude eingerichtet. Er hat 99 Jahre Bestand und wird von der Gemeinde Hude, der FriedWald-GmbH und den Niedersächsischen Landesforsten gemeinsam betrieben. Die forstwirtschaftliche Nutzung beschränkt sich auf den Erhalt, die Förderung und Pflege der Bestattungsbäume, so dass hier langfristig eine ganz eigene Waldform entsteht.

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