Waldrandgestaltung im Forstamt Fuhrberg

 In Forstamt Fuhrberg, Regionale Presseregion Mitte

Landesforsten fördern blütenreichen Waldrand für Insekten und Co.

(Fuhrberg/Mariensee) Das Niedersächsische Forstamt Fuhrberg gestaltet an der L191 bei Mariensee einen neuen Waldrand. Dazu wurde der bisherige Waldrand aufgelockert und mit blütenreichen Sträuchern bepflanzt. So wird der Lebensraum für Insekten und Vögel verbessert.

Verbunden war die Waldrandgestaltung mit umfangreichen Verkehrssicherungsmaßnahmen im Winter. Abgestorbene oder stark geschwächte Bäume drohten auf die angrenzende Straße zu stürzen. Für einen artenreichen, stufig aufgebauten Waldrand wurden im gleichen Atemzug auf einer Strecke von ca. 400 m ein Großteil der Schattenbaumarten, insbesondere ein dichter Streifen aus Linden, entfernt. Hier legt das Forstamt Fuhrberg nun einen Waldrand aus verschiedenen Sträuchern wie Rotem Hartriegel, Kreuzdorn und Weide sowie Wildobst – Wildbirne und Wildkirsche – an. Gemeinsam mit den noch vorhandenen alten Bäumen bilden sie in Zukunft einen struktur- und artenreichen Waldrand. „Der neue Waldrand bietet einer Vielzahl von Tieren einen attraktiven Lebensraum“, so Naturschutzförsterin Kerstin Geier. „Insekten nutzen die Blüten als Nahrungsquelle und in der Folge finden auch verschiedene Singvogelarten hier Nahrung. Gleichzeitig schützt der Waldrand durch seinen gestuften Aufbau den dahinterliegenden Wald vor Wind und anderen schädlichen Einflüssen.“

Hintergrund

Die Niedersächsischen Landesforsten fördern im Rahmen ihrer Waldbewirtschaftung arten- und strukturreiche Waldränder. Als Übergangsbereich zwischen Offenlandschaft und Wald stellen Waldränder einen sehr artenreichen Lebensraum dar. Sie bieten insbesondere für Licht- und wärmebedürftige Tier- und Pflanzenarten einen Rückzugsort und sind Leitlinien in der Landschaft, die zum Beispiel von Fledermäusen als Jagd- und Wanderkorridore genutzt werden. Besonders blütenreiche Sträucher und Bäume dienen als Nahrungsquelle für Insekten. Die Sträucher bieten außerdem einen Ort für den Nestbau, als Singwarte, Aussichts- oder Sonnenplatz für Vögel und andere Tiere. Gestufte Waldränder schützen gleichzeitig den angrenzenden Wald vor Wind und Schadstoff-Immissionen. Die am Waldrand lebenden Vögel schützen den Wald, indem sie den Bestand der für den Wald schädlichen Insekten verringern.

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