Wegesanierung am FriedWald – Bremer Schweiz

 In Forstamt Harsefeld, Regionale Presseregion Nordost

Wegebaumaßnahmen erfordern kurzzeitige Voll-Sperrung

(Brundorf) Die Wege zum FriedWald Bremer Schweiz werden saniert. Vom Montag, den 27.04 bis zum Mittwoch, den 29.04.2020 wird in die Zuwegung zum FriedWald für alle Besucher komplett gesperrt. Von der Sperrung ist auch die Zufahrt zum Naturfreundehaus betroffen, der Parkplatz vorm Café am Wald mit der Minigolf-Anlage bleibt offen. Die Beseitigung kleinerer Wegeschäden, die keine Sperrungen erfordern, hat bereits begonnen.

Gesa Tiedemann, Mitarbeiterin des Forstamtes Harsefeld, betont: „Für die geplante Sperrung liegt eine verkehrsbehördliche Anordnung vor. Mit der Wegebaumaßnahme kommen wir den vielen Beschwerden der Waldbesucher und Anlieger nach, die den Zustand des Weges berechtigterweise bemängelt haben. Der Weg war in diesem regenreichen Winter teilweise selbst für Fußgänger kaum begehbar. Er wird nun von der Minigolf-Anlage bis in den Wald zum Parkplatz 3 so befestigt, dass neben den Waldbesuchern auch Rettungsfahrzeuge und PKW gut durchkommen“.

Zeitgleich mit den Wegebaumaßnahmen wird eine kleine Durchforstungsmaßnahme in einer der bereits zum FriedWald gehörenden Erweiterungsflächen durchgeführt. Heiko Ehing, Leiter der zuständigen Revierförsterei Heidhof, erklärt: „Es werden Fichten, einzelne Kiefern und Tannen entnommen, um potenzielle FriedWald-Bäume wie Buchen, Eichen, Kiefern und Birken zu fördern. Das Stammholz wird aus dem Wald gerückt, das Kronenmaterial aus Forstschutzgründen im Anschluss an die Maßnahme gehackt und abgefahren. So vermeiden wir mögliche Wegeschäden zu einem späteren Zeitpunkt und schlagen damit zwei Fliegen mit einer Klappe“.

Hintergrund für die Redaktion:
Im FriedWald können sich Interessenten ihren Baum bereits zu Lebzeiten aussuchen. Die Asche der Verstorbenen ruht in biologisch abbaubaren Urnen zwischen den Wurzeln von Bäumen. Kleine Namenstafeln an den Bäumen machen auf die Grabstätten aufmerksam. Der FriedWald steht den Menschen aus der Region offen, er ist ein Angebot für jedermann, mit und ohne Konfession.

Der FriedWald Bremer Schweiz wurde im Juli 2011 eröffnet, hier haben bis heute 2.700 Menschen ihre letzte Ruhe gefunden. Waldbesucher erkennen die freien Bestattungsplätze anhand farbiger Bänder, die um die Bäume gebunden sind. Die gesamte Palette des Angebotes, wie Familien-, Freundschafts- und Gemeinschaftsbäume, gehören zu dem erweiterten Angebot. Diese Ruhestätten stehen einer Einzelperson, einer ganzen Familie oder einem Freundeskreis mit bis zu zehn Personen zur Verfügung.

Seit Mitte 2000 gibt es das FriedWald-Konzept in Deutschland. Mit dem FriedWald Reinhardswald bei Kassel wurde im Jahr 2001 der erste Bestattungswald in der Bundesrepublik eröffnet. Der erste niedersächsische Friedwald Bramsche-Osnabrücker Land entstand 2003. Inzwischen gibt es bundesweit 69 FriedWald-Standorte. Die Bestattung in der Natur wird deutschlandweit von der FriedWald GmbH in Griesheim bei Darmstadt angeboten.

Die niedersächsischen FriedWald-Standorte in Zusammenarbeit mit den Niedersächsischen Landesforsten sind Buxtehude, Bremervörde, Bremer Schweiz, Cuxland, Bramsche bei Osnabrück, Hasbruch bei Oldenburg, Burg Plesse bei Göttingen, Südharz bei Osterode, Elm bei Braunschweig, Uetzer Herrschaft bei Hannover, Lüneburger Heide bei Bispingen und Ostheide bei Lüneburg.

Beitragsbild: Schild am Eingang zum FriedWald Bremer Schweiz (Foto: Niedersächsische Landesforsten)

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