Neuer Trainee im Forstrevier Harpstedt

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

Zurück zu den Wurzeln

(Ahlhorn/Harpstedt/Landkreis) Seit fast zwanzig Jahren bildet Revierförster Eberhardt Guba Forstanwärter aus, die nach ihrem Forststudium bis zu zwei Jahre auf den Forstdienst vorbereitet werden. Zusätzlichen Försternachwuchs wollen die Niedersächsischen Landesforsten mit einem Traineeprogramm gewinnen. Seit November durchläuft daher Hennings Steffens aus Neerstedt im Revier Harpstedt als sogenannter Trainee eine zweijährige Qualifizierung.

Henning Steffens kennt bereits viele Facetten der Forst- und Holzwirtschaft. Der 38-jährige ist in der damaligen Revierförsterei Stühe in Dötlingen aufgewachsen und hat in Göttingen Forstwirtschaft und zusätzlich Wirtschaftsingenieurwesen studiert. „So konnte ich meinen forstlichen Schwerpunkt mit betriebswirtschaftlichem und technischem Wissen erweitern“, so Steffens.

In einem großen Holzhandels- und Logistik-Betrieb in Lüneburg verfasste er seine Diplomarbeit und arbeitete dort die nächsten fünf Jahre als Leiter der Energieholzabteilung. „Vom Waldhackschnitzel über das Kaminholz bis hin zum Holzpellet, in dieser Zeit konnte ich alle Facetten der Energiegewinnung aus dem nachhaltigen Rohstoff Holz kennen lernen.“ Im Jahr 2015 wechselte Steffens zu einem international tätigen Holzgroßhändler in Bremen. „Von der fast grenzenlosen Vielfalt an unterschiedlichen Holzprodukten bin ich noch heute beeindruckt.“ so Steffens. „Die Schreibtischarbeit nahm allerdings immer mehr zu und ich entfernte mich weiter von dem Ort, in dem ich mich wohlfühle: dem Wald.“

So traf er die „bisher schwerste Entscheidung seines Lebens“ und wechselt nun nach zehn Jahren Privatwirtschaft wieder in den Wald. „Nach den ersten sechs Monaten kann ich sagen, der Neuanfang war für mich zu hundert Prozent richtig, gerade in der für innovative Arbeitsverfahren, Energieholzgewinnung und alternative Baumarten im Klimawandel bekannten Försterei Harpstedt“, ist Steffens hochmotiviert.

Das Trainee-Programm der Niedersächsischen Landesforsten

Der demografische Wandel, dem auch die Landeforsten unterliegen, fordert innovative Lösungen, um Personal zu qualifizieren und langfristig zu binden. In den vergangenen vier Jahren haben die Landesforsten sieben Trainees ausgebildet. Sechs befinden sich derzeit in der Qualifizierung. Während des zweijährigen Trainee-Programmes durchlaufen die künftigen Försterinnen und Förster verschiedene Stationen bei den Landesforsten und „es wird viel Wert auf Schulungen und Erfahrungsaustausch gelegt“, weiß Henning Steffens.

Im letzten halben Jahr der Trainee-Zeit wird ein eigenverantwortlich durchzuführendes Projekt übertragen. Die Trainees werden mit dem Ziel der Übernahme eingestellt und starten nach erfolgreichem Abschluss in eine der vielen verantwortungsvollen und vielfältigen Tätigkeiten der NLF.

Foto und Text zum Download hier.

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