Der Blaue Waldpfad

 In Forstamt Oerrel, Regionale Presseregion Nordost

Niedersächsische Landesforsten setzen waldgeschichtlichen Erlebnispfad instand

(Oerrel / Lintzel) Arbeitsbeginn, Donnerstagmorgen, den 14. Mai 2020. Welf Einhorn, Leiter der Revierförsterei Lintzel, trifft sich mit Karsten Talg, dem im Forstamt Oerrel für die Ausbildung zuständigen Forstwirtschaftsmeister, und einigen Lehrlingen am Lintzeler Waldeingang. Die Arbeitsgruppe will den seit 1999 bestehenden „Blauen Waldpfad“ ausbessern. Unterstützung erhält die Gruppe von Arne Neu, dem betrieblichen Forstwirtschaftsmeister. Er hat bereits einige Vorarbeiten am Parkplatz erledigt und ist in die Details der anfallenden Arbeiten eingewiesen.

Welf Einhorn erklärt: „Als erstes wollen wir den Pfad sicher machen, damit keine Gefahren von morschen Ästen oder umstürzenden abgestorbenen Bäumen drohen. Außerdem müssen die Wege freigeräumt, Seitenräume und Stationen freigeschnitten und sämtliche Stations-Schilder erneuert werden. Mein Ziel ist es, den waldgeschichtlichen Erlebnispfad für unsere Waldbesucher attraktiv zu halten“.

Karsten Talg freut sich auf diese Aufgabe: „Ich versuche den Auszubildenden, die den Beruf des Forstwirts erlernen, immer die ganze Bandbreite unseres Arbeitsfeldes zu vermitteln. Dazu gehört nicht nur der sichere Umgang mit den Maschinen und Geräten, sondern auch das Vermitteln der Besonderheiten des Waldes mit seinen vielfältigen Funktionen. Praktische Aufgaben wie die Instandsetzung dieses Waldlehrpfades zum Wohle der Erholungsfunktion des Waldes, gehören genauso zum Berufsbild eines Forstwirtes wie die klassische Holzernte.“

Neben der betrieblichen Ausbildung im Revier, absolvieren die Auszubildenden eine außerbetriebliche Ausbildung im Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum (NFBz) in Münchehof am Harz. Der Berufsschulunterricht wird in Kooperation mit der BBS II Northeim ebenfalls im NFBz zentral als Blockunterricht erteilt.

Die Niedersächsischen Landesforsten stellen jedes Jahr über 30 Auszubildende ein, die den Beruf des Forstwirtes / der Forstwirtin erlernen. Ausgebildet werden die Azubis in 15 Ausbildungsforstämtern, die in ganz Niedersachsen verteilt sind.

Hintergrund:

Der etwa 2,5 Kilometer lange „Blaue Waldpfad“ beginnt und endet am Parkplatz an der Einmündung von der Landstraße L250 zur Straße „Am Forsthaus“ in Lintzel.

Blaue Schilder begleiten die Besucher auf dem Pfad zu waldgeschichtlich interessanten und romantischen Flecken des Lintzeler Waldes. Der Weg führt mitten durch den Wald teils auch abseits fester Wege. Da es teilweise “über Stock und Stein” geht, sollten Besucher feste Schuhe tragen. Für Fahrräder und Rollstühle ist der Pfad leider nicht geeignet.

Ein Faltblatt, liegt am Parkplatz aus. Es informiert an 12 Stationen über folgende Themen: Wanderung der Findlinge, lebendes Totholz, Bäume mit Bärten, sozialer Wohnungsbau im Wald, tierische Waldstörer, geheimnisvolle Kreise, wer waren „Quaet-Faslem“, Rudolf von Bennigsen und Freiherr von Hammerstein? Hutebäume, Exoten, Greise und Originale.

An bestimmten Terminen ist auch die Teilnahme an einer Führung entlang des Blauen Waldpfades mit dem zertifizierten Waldpädagogen Volker Einhorn möglich. Volker Einhorn ist der ehemalige Leiter der Revierförsterei Lintzel und Gründer des Blauen Waldpfades. Auf Nachfrage wird er sicherlich auch die Geschichte der Namensgebung dieses Pfades erklären. Soviel sei verraten, es hat nichts mit dem Konsum hochprozentiger Getränke zu tun.

Waldpädagogische Führungen und Aktionen können direkt beim Waldpädagogikzentrum Ostheide im Forstamt Oerrel unter Telefon 05192-886951, mobil unter 0151-44518705 oder per Mail an: WPZ.Ostheide@nlf.niedersachsen.de gebucht werden.

Beitragsbild : Die beiden Forstwirtschaftsmeister setzen zusammen mit einigen der derzeitigen Auszubildenden den Waldlehrpfad in Lintzel instand. Die Schilder wurden von Timon Silas von der Heide angefertigt, er hat vor seiner Forstwirtsausbildung bereits eine Tischlehre absolviert. Von links: Timon Silas von der Heide, Marvin Bock, Arne Neu (betrieblicher Meister) Karsten Talg (Ausbildungsmeister) und Maximilian Koeppen  (Foto: Sierk /Niedersächsische Landesforsten)

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