Wälder um Thülsfelder Talsperre werden kartiert

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

Bodenerkundung für zukünftige Waldentwicklung

(Ahlhorn/Friesoythe/Thüle) In diesem Sommer kartieren die Niedersächsischen Landesforsten die Waldböden an der Thülsfelder Talsperre im Revier Augustendorf. Dafür werden ab Ende Mai bis in den Juni mit einem Bagger Bodenprofile angelegt und Handbohrungen vorgenommen. Die Bodenansprache wird anschließend von Forstreferendaren im Rahmen ihrer Ausbildung durchgeführt. Dabei werden sie von den Bodenspezialisten des Niedersächsischen Forstplanungsamtes in Wolfenbüttel angeleitet und betreut. Rund 300 Bodenprofile entstehen im Abstand von zwei bis dreihundert Metern im Thülswald und im Peterwald. Die Löcher sind bis zum Abschluss der Erfassungen mit Absperrband gesichert und werden spätestens im Herbst wieder verschlossen. Die Landesforsten bitten Waldbesucher die trassierten „Baustellenbereiche“ nicht zu betreten.
„Die Wasser- und Nährstoffversorgung im Waldboden sind Grundlage für zukünftige Entscheidungen zur Baumartenwahl und zu Waldbehandlung“, so Stefan Grußdorf vom Forstamt Ahlhorn. „Für die Revierförsterei Augustendorf benötigen wir eine aktuelle Bodenkartierung, um das Standortpotenzial für den anstehenden Waldumbau optimal zu nutzen.“

Für die Niedersächsischen Landesforsten ist die Kartierung ihrer Waldböden die Grundlage für das 1991 eingeführte Regierungsprogramm zur langfristigen ökologischen Waldentwicklung, kurz LÖWE. „Die Waldbewirtschaftung kann nur ökologisch und ökonomisch optimal gesteuert werden, wenn die Standortsbedingungen bekannt sind.“ erläutert Betriebsdezernent Grußdorf. „Mithilfe der Standortskartierung entscheiden wir welche Baumarten zur Waldverjüngung infrage kommen und erhalten darüber hinaus wichtige Grundlagen für den Naturschutz, sowie den Boden- und Grundwasserschutz.“

In den Bodenprofilen wird unter anderem die Wasser- und Nährstoffversorgung für die Pflanzen sowie die Lagerung des Oberbodens und des Grundgesteins aufgenommen und bewertet. Daraus ergibt sich ein oft kleinflächiges Mosaik verschiedener Standortstypen mit unterschiedlichen Wuchspotenzialen. Für jeden Standortstyp werden die nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten optimalen Baumarten empfohlen.

Foto und Text zum Download hier.

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