Über 40 Jahre im Dienst des Waldes

 In Forstamt Harsefeld, Regionale Presseregion Nordost

Niedersächsische Landesforsten verabschieden Forstamtsrat Dieter Röhnisch in den Ruhestand

(Bad Bederkesa) Nach über 40 Jahren im Dienst des Waldes ist Forstamtsrat Dieter Röhnisch (65) zum ersten Juni in den Ruhestand getreten. Nach beruflichen Stationen im ehemaligen Forstamt Medingen, an der früheren Bezirksregierung Lüneburg und der Leitung der Revierförsterei Steden übernahm der engagierte Forstmann 2005 die Leitung der Revierförsterei Holzurburg.

„Zu Beginn meiner forstlichen Laufbahn habe ich mich bereits früh mit Fragen zum forstlichen Saatgut beschäftigt. Wie sind die gesetzlichen Grundlagen, woher kommt das Vermehrungsgut und wie muss es behandelt werden bevor es in unseren heimischen Wäldern gepflanzt oder gesät werden kann? Diese Fragen haben mich mein ganzes Berufsleben begleitet. Als Sachbearbeiter an der ehemaligen Bezirksregierung hatte ich in den achtziger Jahren mit der Aufarbeitung des sogenannten Saatgutskandals zu tun, als vor allem Eichen aus nicht angepassten Regionen und Herkünften verbotenerweise in unsere heimischen Wälder gelangt sind.

Zur Försterei Steden gehörte ein sogenannter Kampbetrieb, das ist eine kleine Baumschule, in der ich für den regionalen Bedarf junge Bäume angezogen habe. Und in der Försterei Holzurburg habe ich neben der für Forstleute selbstverständlichen standortangepassten Baumartenwahl zunehmend mein Augenmerk auf die Klimaanpassung der Bäume gelegt“, erklärt Dieter Röhnisch.

Die Revierförsterei Holzurburg umfasst 1587 Hektar Landeswald verteilt auf neun unterschiedlich große Forstorte rund um Bad Bederkesa. Eine der Hauptaufgaben für den scheidenden Förster war die Schaffung zukunftssicherer, standort- und klimaangepasster Mischwälder. Seine größte Passion galt immer dem Waldbau. „Das Konzept der langfristigen ökologischen Waldentwicklung (LÖWE) war für ihn immer eine Herzensangelegenheit“ blickt Forstamtsleiter Arne Riedel zurück.

Eine weitere Herzensangelegenheit Röhnischs war der Naturschutz. Alleine sechs Naturschutzgebiete und einer der ältesten Naturwälder Niedersachsens, das „Nordahner Holz“ liegen im Zuständigkeitsbereich der Försterei Holzurburg. „Alle von mir geplanten und durchgeführten forstlichen Maßnahmen durften hier nur in enger Abstimmung mit den jeweiligen Naturschutzverordnungen stattfinden. Im Naturwald war ich sogar nur stiller Beobachter, hier ruhen alle forstlichen Maßnahmen, aber ich konnte hier viel von den natürlichen Abläufen im Wald lernen“ erläutert Röhnisch.

Beitragsbild: Dieter Röhnisch an seinem letzten Arbeitstag als Leiter der Revierförsterei Holzurburg (Fotos: Sierk / Niedersächsische Landesforsten)

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