Nachwuchsförster auf Zeit im Revier Freren

 In Forstamt Ankum, Regionale Presseregion West

Elternzeitvertretung im Landkreis Emsland

(Thuine/Freren/Landkreis Emsland) Seit Mitte April ist Jan-Hendrik Czopp als Förster in den Wäldern der Niedersächsischen Landesforsten zwischen Spelle, Freren und Berge unterwegs. Der 32-jährige vertritt für voraussichtlich ein Jahr Revierförsterin Mareike Gels während ihrer Elternzeit. Nach einer Lehre zum Industriekaufmann hat der in Ostwestfalen geborene und aufgewachsene Czopp seiner Neigung zum Wald und zur multifunktionalen Forstwirtschaft nachgegeben und in Freiburg Forstwissenschaft studiert. Seit 2018 ist er als Trainee bei den Landesforsten angestellt und hat die ersten anderthalb Jahre in Südniedersachsen mitgeholfen die Fichtenkatastrophe in den dortigen Wäldern zu bewältigen. „Meine neue Tätigkeit ist deutlich heimatnäher und ich hoffe langfristig in der Region bleiben zu können“ freut sich Czopp, der sich beim Reinwachsen in die Verantwortung selbständig ein Revier zu leiten von seinen Kolleginnen und Kollegen und den sehr versierten Forstwirten des Frerener Revieres gut aufgenommen und unterstützt fühlt.

Fichte macht Sorgen

Auch wenn Jan-Hendrik Czopp eine Förstertätigkeit ohne Dürre und massenhafte Borkenkäfer vorziehen würde, sind auch im Revier Freren die Auswirkungen der seit drei Jahren anhaltenden Trockenheit spürbar und aktuell vorrangige Aufgabe. „Die Fichtenbestände sind mittlerweile im dritten trockenen Jahr in Folge auch im Revier Freren massiv vom Borkenkäfer bedroht“, so Czopp, der regelmäßig alle Fichten auf Käferbefall kontrolliert. „Mir fällt aber positiv auf, dass die Fichte hier sehr oft in Mischbeständen vorkommt, so dass selbst bei einem Totalausfall der Fichte noch viele altholzreiche Waldstrukturen erhalten blieben.“ Die vom Borkenkäfer befallenen Fichten lässt Czopp möglichst schnell durch eine Holzerntemaschine aus dem Wald entfernen um den Befall gesunder Bäume zu verhindern.

Andere Nadelbäume nur wenig betroffen

„Bei der Fichte können wir nur noch versuchen so viel zu retten wie möglich. In den Lärchen- und Kiefernbeständen ist die Lage zwar angespannt aber bislang sterben Gott sei Dank nur einzelne Bäume ab“, bewertet der junge Förster die Gesamtlage in seinem Revier auf Zeit.

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