Schwarzstorchnachwuchs im Forstamt Göhrde

 In Forstamt Göhrde, Regionale Presseregion Nordost

Die Niedersächsischen Landesforsten freuen sich über den Bruterfolg einer naturschutzrelevanten Art

Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten konnten Ende Juni Bruterfolge zweier Schwarzstorchpaare im Bereich des Forstamtes Göhrde bestätigen. Die besiedelten Horste befinden sich auf alten, knorrigen Eichen und sind seit mehreren Jahren bekannt. Sie wurden bereits mehrfach von Schwarzstörchen für die Aufzucht der Jungtiere genutzt. Diesen Sommer kann sich das Forstamt Göhrde über insgesamt 5 Jungtiere erfreuen.

Der Bruterfolg spricht für eine naturnahe und verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung durch die Niedersächsischen Landesforsten, denn der scheue Vogel ist bei der Wahl des Brutplatzes ausgesprochen wählerisch und sensibel. Als Habitat bevorzugen Schwarzstörche alte und große Bäume mit freistehenden und starken Ästen, wie zum Beispiel alte knorrige Eichen oder Kiefern. Ihr Lebensraum umfasst große und störungsarme Wälder mit Feuchtwiesen und naturnahen Gewässern in der weiteren Umgebung. Schon die kleinste Störung am Brutplatz kann den Bruterfolg gefährden.

Die nah an der Elbe liegenden Wälder des Forstamtes Göhrde bieten als großes zusammenhängendes Mischwaldgebiet optimale Lebensräume für die Schwarzstörche. Das Jahr 2018 war das bisherige Rekordjahr: 5 Brutpaare konnten insgesamt 17 Junge aufziehen. Die dichten und strukturierten Wälder mit Lichtungen, Fließgewässern, Tümpeln und Teichen, bieten ideale Nahrungsbiotope. „Der im Vergleich zu 2018 schlechtere Bruterfolg ist möglicherweise auf die Folgen der Dürrejahre 2018 und 2019 zurückzuführen“, erläutert Hans-Jürgen Kelm, Förster für Waldökologie und Naturschutz im Forstamt Göhrde, „zahlreiche Nahrungsbiotope waren letzten Sommer ausgetrocknet und boten entsprechend wenig Nahrung“.

Ab Anfang bis Mitte März kehren die Schwarzstörche aus Afrika zurück, um die Brutsaison zu beginnen. „In diesem Zeitraum ist es besonders wichtig Rücksicht auf die Schwarzstörche zu nehmen. Denn wenn die Elterntiere sich in kleinster Weise gestört fühlen, könnte dies schon zum Abbruch der Brut führen“, so Kelm. Dieses wird in den Niedersächsischen Landesforsten umgesetzt und zum Schutz des Schwarzstorches wird in einem größeren Umkreis um den Horst ab Anfang März bis zum Abzug der Großvögel auf jegliche forstwirtschaftlichen Eingriffe verzichtet. Zusätzlich unterstützen die Niedersächsischen Landesforsten die Ansiedlung von Schwarzstörchen durch ein Angebot von Kunsthorsten an besonders geeigneten Plätzen.

Weitere Informationen über den Schwarzstorch und das gemeinsame Projekt zwischen den NLF und der Staatlichen Vogelschutzwarte (NLWKN) sind unter Schwarzstörche in den Landesforsten Spezial zu finden.

Beitrag von Sarah Isaak, Forstinspektoranwärterin

Beitragsbild: Schwarzstörche bei der Nahrungssuche (Fotos: Hans-Jürgen Kelm / Niedersächsische Landesforsten)

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