Von Wehmüttern und Kräuterkundigen

 In Forstamt Fuhrberg, Regionale Presseregion Mitte, WPZ Hannover Hildesheim

Die Hebammenschülerinnen der KRH Akademie Hannover mit ihren Lehrhebammen Cordula Petersmeier und Sabine de Wall trafen sich zu einer Lehrveranstaltung der besonderen Art: Sie tauschten kurzerhand den Kreißsaal mit dem Misburger Wald. Hier wurden sie von der Hebamme, zertifizierten Waldpädagogin und Kräuterkundigen Christine Eusewig aus Lehrte und der Försterin und Leiterin des Waldpädagogikzentrums Hannover-Hildesheim des Forstamtes Fuhrberg Birka Sodemann empfangen und in die Wunderwelt der Kräuter eingeführt.

Der “Waldmeister“, der auch Waldmutterkraut genannt wird und zu den Bettstrohkräutern gehört, wurde genauso erklärt wie der “Stinkende Storchschnabel. Dieses Kraut blickt auf eine lange Tradition als Heilpflanze zurück. Die schnabelförmige Frucht brachte die Pflanze mit dem Storch, dem Vogel der Fruchtbarkeit und des ehelichen Glücks zusammen. Da er empfängnisfördernde Kräfte zeigt, hat er im Volksmund den Namen Kindsmacher bekommen. Bis heute wird er wird in der Fruchtbarkeitsbehandlung eingesetzt. 

Aber nicht nur die Kräuter auch die Bäume haben heilende Wirkung: So wirken Ahornblätter unterstützend bei hypertensiven Erkrankungen in der Schwangerschaft während die Gerbstoffe der Eichenrinde bei Sitzbädern Anwendung finden. Das Wesen dieses Heilbaumes ist es laut Christine Eusewig: „zusammenzuziehen, zu schließen und zu bewahren“.

Beim Corona konformen Baumtasten mit Mund-Nasenschutz und Augenbinde wurde den Hebammenschülerinnen verdeutlicht, wie wichtig es ist, jeden einzelnen Schritt zu erklären, um Vertrauen gewinnen. Dieses Vertrauensverhältnis ist bei der Betreuung von Schwangeren besonders wichtig.

Das abschließende Gruppenbild entstand an der “Hebammenbuche“ im Misburger Wald. 

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