Begeisterung für Natur und Technik

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Ausbildungsstart im Forstamt Neuenburg

(Neuenburg/Rastede/Varel) Richard Eiler aus Rastede und Malte Steffen aus Varel haben das Glück, in diesem Jahr ihre Ausbildung zum Forstwirt bei den Niedersächsischen Landesforsten in Neuenburg zu beginnen. Beide haben ihren Berufswunsch durch ein Praktikum bei Ausbilder und Forstwirtschaftsmeister Konrad de Buhr bestätigt gesehen. „Die gute Ausbildung der jungen Leute liegt mir am Herzen“, so de Buhr. „Besonders freue ich mich, dass derzeit Nachwuchs in den Forstberufen überall gefragt ist.“

Richard Eiler kennt das Forstamt Neuenburg bereits aus dem Praktikum, welches er für den Abschluss der Fachhochschulreife absolvierte. „Mich begeistert die ausgesprochene Vielseitigkeit des Forstwirt-Berufes und ich habe bereits über die Jagd und das häusliche Brennholzmachen einige Erfahrungen sammeln können“, so der 19-jährige.

Auch der 16-jährige Malte Steffen hat bei seinem Schulpraktikum in der Neuenburger Ausbildungswerkstatt Gefallen an dem Berufsbild gefunden. „Ich bin gerne draußen unterwegs. Hier kann ich mein Interesse an der Natur und an Technik gut miteinander verknüpfen.“ Spannend sind für ihn auch die großen Forstmaschinen, die er bei der überbetrieblichen Ausbildung bei Seesen am Harz kennenlernen wird.

Auch für 2021 bieten die Landesforsten wieder dreißig Ausbildungsplätze für den Forstwirt-Beruf an. Bewerbungen müssen bis zum 19. Oktober 2020 vorliegen. Voraussichtlich Ende November finden dann die eintägigen Auswahlverfahren statt.

Hintergrund Forstwirtausbildung:

In der dreijährigen Ausbildung zum Forstwirt werden die jungen Leute im Forstbetrieb theoretisch und praktisch in die Arbeit eines Forstwirtes, vom Pflanzen und Schützen junger Bäume bis hin zur Holzernte eingewiesen. Der Beruf erfordert nicht nur Kenntnisse über den Aufbau des Waldes und der darin vorkommenden Arten, sondern ebenso über den Betrieb und die Unterhaltung von Forstmaschinen, wie der Motorsäge und weiterer Maschinen und Geräte. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit und gesundheitsschonende Arbeitsverfahren gelegt.

Die Praxis wird ergänzt durch jährlich zehn Wochen überbetriebliche Ausbildung und Berufsschule am Niedersächsischen forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz. Dort wird auch die Ausbildung an Forstgeräten und Maschinen vertieft. So gehören die Arbeit mit dem Forstschlepper und erste Ausbildungsschritte an krangeführten Holzerntemaschinen mit zum Programm. Regelmäßig fahren Auszubildende im Rahmen des europäischen Leonardo-Austauschprogrammes zum Beispiel nach Skandinavien. Bei guten Voraussetzungen kann man eine sechsmonatige Ausbildung zum Forstmaschinenführer in die Ausbildung integrieren.

In den 14 Ausbildungsrevieren der Niedersächsischen Landesforsten werden jährlich 30 Auszubildende für den Forstwirt-Beruf eingestellt. Im Nordwesten gibt es gut ausgestattete Ausbildungsreviere mit abwechslungsreichen Wäldern im Forstamt Ankum, im Forstamt Neuenburg und im Forstamt Nienburg.

Die Berufsaussichten bei den Landesforsten sind gut. So wurden in diesem Jahr 15 Forstwirte übernommen. Beliebte Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Fortbildung zum Forstmaschinenführer oder zum Forstwirtschaftsmeister. Darüber hinaus kann man sich in der Baumpflege und im Baumklettern beruflich weiterentwickeln. Auch als praktische Grundlage für ein anschließendes Forststudium wird die Forstwirt-Ausbildung genutzt.

Die Landesforsten selbst bieten jährlich ein umfangreiches Seminarprogramm zur laufenden Fortbildung für alle Mitarbeiter an.

Weitere Informationen unter https://www.landesforsten.de/wir/karriere/forstwirtinnen-und-forstwirte/

Recommended Posts