Ausbildung zum Forstwirt bei den Niedersächsischen Landesforsten

 In Forstamt Göhrde, Regionale Presseregion Nordost

Angehende Forstwirte im Forstamt Göhrde

(Göhrde) Zum 1. August haben insgesamt 30 junge Frauen und Männer eine Ausbildung zum Forstwirt/in bei den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) begonnen. Die Landesforsten bieten in 15 ihrer insgesamt 24 Forstämter Ausbildungsplätze an.

Ihre dreijährige Forstwirt-Ausbildung im Forstamt Göhrde haben Linus Moldenhauer (17) aus Dannenberg und Diethelm Fachmann (16) aus Vindorf in der Samtgemeinde Dahlenburg begonnen. Der für die Ausbildung zuständige Forstwirtschaftsmeister, Michel Wohlers erklärt: „Wir führen die jungen Leute behutsam an die vielfältigen Arbeiten im Wald heran und legen großen Wert auf sehr sicheres und selbständiges Arbeiten, denn das sind wichtige Voraussetzungen für die spätere Arbeit im Wald. Die Berufsaussichten sind sehr gut, der Wald und die Niedersächsischen Landesforsten brauchen gut ausgebildete Forstwirte. Neben den positiven Zukunftsperspektiven bietet der Beruf auch verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel zur/m Forstmaschinenführer*in oder zur/m Forstwirtschaftsmeister*in“.

In einem Auswahlverfahren mussten sich die beiden jungen Auszubildenden gegen eine große Zahl von Mitbewerbern durchsetzen. Neben einer robusten Gesundheit und körperlicher Fitness waren theoretische und handwerkliche Fertigkeiten gefragt.

Linus Moldenhauer (17) hatte sich nach seiner mittleren Reife 2019 erst für einen anderen Ausbildungsberuf entschieden, sich dann aber umorientiert um ein Jahr später die Ausbildung als Forstwirt aufzunehmen. „Ich habe gemerkt, dass für mich ein grüner Beruf besser geeignet ist. Ich bin lieber an der frischen Luft als in einer Werkstatt. Ich freue mich, dass ich mich im Auswahlverfahren durchsetzen konnte und jetzt meine Lehrzeit im Wald absolvieren darf“, freut er sich auf seine Ausbildung bei den Niedersächsischen Landesforsten.

Für Diethelm Fachmann stand schon lange vor seiner mittleren Reife der Wunsch, Forstwirt zu werden, fest. Bereits beim Zukunftstag konnte er in den Beruf hereinschnuppern. Er erzählt: „Nach dem Zukunftstag hatte ich noch zweimal die Gelegenheit ein dreiwöchiges Praktikum als Forstwirt zu machen. Ich habe sowohl den Zukunftstag als auch beide Praktika im Forstamt Göhrde in der Revierförsterei Röthen bei Forstwirtschaftsmeister Michel Wohlers gemacht. Seit meiner Kindheit habe ich im heimischen Wald unter anderem beim Brennholzmachen mitgeholfen. Ich freue mich riesig, dass ich jetzt hier in diesem Ausbildungsbetrieb auch die Lehre machen darf“.

Die beiden jungen Auszubildenden haben nach dem Einkleiden mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung bereits einige anspruchsvollen Arbeiten kennengelernt. Unter den wachsamen Augen des Meisters mussten sie die ersten Schritte bei der Bedienung eines Freischneiders und der Motorsäge üben.

Neben der betrieblichen Ausbildung im Forstamt Göhrde, die vom Forstwirtschaftsmeister Michel Wohlers durchgeführt wird, absolvieren die beiden Auszubildenden eine außerbetriebliche Ausbildung im Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum (NFBZ) in Münchehof am Harz. Der Berufsschulunterricht wird in Kooperation mit der BBS II Northeim ebenfalls im NFBZ zentral als Blockunterricht erteilt. „Der Beruf der Forstwirtin/des Forstwirtes ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die vielseitige Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Neben technischer Begabung erfordert der Forstwirtberuf auch Verantwortungsbereitschaft, Verständnis für biologische Zusammenhänge und Zuverlässigkeit“, weiß der erfahrene Forstwirtschaftsmeister zu berichten.

Beitragsbild: Von links: Diethelm Fachmann, Linus Moldenhauer und Forstwirtschaftsmeister Michel Wohlers an einer frisch gefällten Fichte, die vom Borkenkäfer befallen ist (Fotos: Sierk / Niedersächsische Landesforsten)

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