Freiwilliges Ökologisches Jahr im Forstamt Sellhorn

 In Forstamt Sellhorn, Regionale Presseregion Nordost, Waldpädagogikzentren, WPZ Lüneburger Heide

(Sellhorn/ Ehrhorn) Das Forstamt Sellhorn ist seit dem Jahr 2001 anerkannte Einsatzstelle für zwei Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ). „Die FÖJ-Stellen im Forstamt Sellhorn sind sehr begehrt. So konnten wir auch in diesem Jahr wieder zwei engagierte Freiwillige für unsere beiden Einsatzstellen gewinnen“, so Forstamtsleiter Peter Wendt.

Johanna Heinze hat gerade ihre Fachhochschulreife im Bereich Wirtschaft in Buchholz in der Nordheide gemacht. Nach ihrem Schulabschluss will sie das FÖJ für sich zur Berufsorientierung nutzen. „Ich interessiere mich sehr für Umweltthemen, bin ehrenamtlich in der Feuerwehr aktiv und engagiere mich dort in der Jugendarbeit. Das FÖJ hier ist für mich die ideale Kombination, um über die Waldpädagogik den Umgang mit Jugendlichen zu lernen, beziehungsweise zu vertiefen. Außerdem kann ich mich hier für die Umwelt einsetzen und mich nebenbei beruflich orientieren“, schwärmt die 18-jährige. „Das Forstamt Sellhorn hat mich mit seiner Aufgabenvielfalt, den netten Leuten und einer schönen Umgebung überzeugt“.

Lilly-Josefin Köpnick, die zweite FÖJ-Teilnehmerin, kommt aus Giesen, einer Gemeinde im Landkreis Hildesheim. Sie hat in diesem Jahr ihr Abitur im Bereich Landwirtschaft an der Michelsenschule gemacht. „Ich möchte unbedingt Forstwirtschaft studieren. Vor Studienbeginn wollte ich aber auf jeden Fall noch ein FÖJ absolvieren. Bei der Durchsicht der Einsatzstellenliste bin ich auf das Forstamt Sellhorn gestoßen. Hier kann ich jetzt die Niedersächsischen Landesforsten mit ihren vielfältigen Aufgaben kennenlernen. Während ich im Waldpädagogikzentrum die Umweltbildung praktisch erlebe, bekomme ich in den anderen Funktionsstellen und den Revierförstereien des Forstamtes Einblicke in die ganze Bandbreite der forstlichen Aufgaben. Das alles ist sehr spannend für mich“, freut sich die 19-jährige auf das kommende Jahr.

Wegen der Corona-Beschränkungen sind derzeit keine Schulklassen im Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide. „Für die beiden jungen FÖJ-ler, die sonst viele Aufgaben in der Waldpädagogik wahrnehmen, gibt es aber genügend Projekte im Forstamt, wo sie sich für die Umwelt stark machen können. Das Walderlebnis Ehrhorn ist ein beliebter touristischer Anziehungspunkt für viele Tagesausflügler, hier freuen sich unsere Gäste, wenn sie fachkundige Auskünfte bekommen. Eine weitere Aufgabe, die von den beiden FÖJ-lern zurzeit wahrgenommen wird, ist ein Monitoring Projekt zur Erfassung der Reptilienvorkommen im Forstamtsbereich. Ich bin mir sicher, dass im kommenden Jahr für die Beiden keine Langeweile aufkommen wird“, so Peter Wendt.

Die im FÖJ integrierten fünf Seminare, welche von der Norddeutschen Naturschutzakademie organisiert werden, finden Corona-bedingt derzeit nur digital statt. „Die Teilnehmer werden über das Internet zusammengeschaltet zu einem sogenannten „Webinar“, also einem Online-Seminar.“ erzählen die beiden jungen Leute und bedauern ein wenig, die anderen FÖJ-Teilnehmer und Teilnehmerinnen noch nicht persönlich kennenlernen zu können.

Hintergrund:
Das Freiwillige Ökologische Jahr ist in Niedersachsen eine Einrichtung des Umweltministeriums, welches jährlich bis zu 325 Plätze bei rund 200 Trägern aus dem Umweltbereich vergibt. Begleitend werden fünf Wochenseminare zu umwelt- und gesellschaftlichen Themen ausgerichtet. Bei den Niedersächsischen Landesforsten bieten landesweit zwölf Einrichtungen je ein bis zwei FÖJ-Stellen vornehmlich im waldpädagogischen Bereich an – https://www.landesforsten.de/wir/karriere/foej/ . Alle FÖJ-Teilnehmer sind sozialversichert und erhalten ein monatliches Taschengeld. Wenn Unterbringung und Verpflegung nicht gegeben ist, gibt es ein etwas höheres Taschengeld. Mehr Infos https://www.nna.niedersachsen.de/foej/

Beitragsbild: Von links: Lilly-Josefin Köpnick und Johanna Heinze beim Kontrollieren der sogenannten Schlangenbretter zur Erfassung der Reptilienvorkommen. Das Monitoring-Programm ist eine der vielfältigen Aufgaben, welche von den beiden Freiwilligen übernommen werden (Fotos: Niedersächsische Landesforsten / Sierk)

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