Waldarbeiten im Wold

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Absterbende Eschen verursachen Sperrung

(Bad Zwischenahn/Oldenburg) Das sogenannte Eschen-Triebsterben greift auch im Wold-Wald beim Zwischenahner Ortsteil Bloh um sich. Daher wird vom 21. bis 24. September der Försterweg und der anschließende Radweg zum Woldsee und nach Bad Zwischenahn im Waldbereich für Verkehrssicherungsarbeiten gesperrt. „Wir haben hier ein kritisches Nadelöhr, wo Försterweg, Bahnlinie und Radweg dicht nebeneinander durch den Wald laufen“, konstatiert Marcus Hoffmann von der Revierförsterei Oldenburg.

Auf rund 500 Meter Länge sollen dreißig Gefahrbäume gefällt werden, die für die drei Verkehrswege wegen absterbender Kronenteile gefährlich werden. „Wir führen die Baumfällungen zusammen mit der Deutschen Bahn AG durch und können lediglich in Zugpausen von 15 bis 20 Minuten tätig werden“, so Förster Hoffmann, der darauf hinweist, dass auch die beiden Waldwege in den Wold von der Sperrung betroffen sind.

Die Niedersächsischen Landesforsten bitten um Verständnis für die Arbeiten, die zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und Waldbesucher durchgeführt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass auch von den Forstmaschinen – es kommen voraussichtlich ein Forstspezialschlepper und ein Bagger, der die Bäume festhält, zum Einsatz – ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten ist.

Hintergrund Eschentriebsterben

Das sogenannte „Falsche weiße Stengelbecherchen“ ist ein aus Ostasien eingeschleppter Pilz, der dort harmlos auf Blättern dortiger Eschenarten vorkommt. Seit Anfang der 1990er Jahre hat sich der Pilz von Polen, wo er erstmals identifiziert wurde, in ganz Europa von Nordspanien bis nach Skandinavien und von Irland bis zum Kaspischen Meer ausgebreitet. Die Pilzsporen infizieren heimische Eschen im Kronenbereich und bringen Äste zum Absterben, daher „Triebsterben“, bis hin zum völligen Eingehen des Baumes.

„Es gibt Bemühungen in der Forschung resistente Bäume zu identifizieren und zu vermehren. Diese sind bislang allerdings ohne handfeste Erfolge, die hoffen lassen, dass die Esche nicht zu einer aussterbenden Art wird“, so Förster Marcus Hoffmann.

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