Landesforsten beseitigen geschädigte Buchen und abgestorbene Lärchen

 In Forstamt Münden, Forstamt Reinhausen, Regionale Presseregion Süd

Verkehrsbeeinträchtigungen auf der B 446 im Bereich “Hölle“ und der K 3 zwischen Holzerode und Gillersheim

(Ebergötzen) Das Niedersächsische Forstamt Reinhausen entfernt aus Verkehrssicherungsgründen Bäume entlang der Bundesstraße 446 und der Kreisstraße 3. Eine Ampelanlage regelt den Verkehr in der 43. und 44. Kalenderwoche zwischen Ebergötzen und der Abzweigung nach Holzerode. „Wir fällen Buchen mit Trockenschäden nahe der Bundesstraße. Am Steilhang in der sogenannten „Hölle“ sind erneut Bäume vertrocknet und müssen aus Verkehrssicherungsgründen beseitigt werden“, erläutert Nils Gerke. Der Leiter der Revierförsterei Ebergötzen will die Forstarbeiten am 19. Oktober beginnen. Insgesamt plant er zwei Wochen für die Baumfällungen in dem schwierigen Gelände ein.
Anschließend sollen die Forstwirte des Forstamtes entlang der Kreisstraße 3 Buchen und Lärchen fällen, die zwischen Holzerode und Gillersheim Verkehrsteilnehmer gefährden. Die Arbeiten dort sollen ebenfalls zwei Wochen dauern und am 13. November abgeschlossen sein.

Verkehrsteilnehmer müssten kurze Wartezeiten an der Ampel einplanen, so Gerke. Während des Fällvorgangs werde der Verkehr mithilfe einer Ampelanlage gestoppt. Das kurvenreiche Teilstück der Bundesstraße zwischen Ebergötzen und Holzerode führte durch schattigen Laub- und Mischwald. Inzwischen hat sich das Waldbild aufgelockert. Sturm Friederike im Januar 2018 und drei Trockenjahre in Folge hatten die Bäume geschwächt und eine explosionsartige Vermehrung der Borkenkäfer ausgelöst. „Besonders unsere alten Fichten und Lärchen sind fast vollständig verschwunden, aber auch Buchen, Eichen und Eschen sehen nach dem dritten Trockenjahr nicht gut aus“, beschreibt Förster Gerke die angespannte Situation der Waldbäume in Südniedersachsen.

Die Niedersächsischen Landesforsten tragen Jahr für Jahr steigende Ausgaben für Verkehrssicherung entlang öffentlicher Straßen. Die Dürrefolgen und die Borkenkäferschäden seien entlang der Bundes- und Landstraßen überall sichtbar, beobachtet Axel Pampe. Der Leiter des Forstamtes Reinhausen sieht steigende Kosten und einen hohen Arbeitsbedarf in den kommenden Jahren auf die Waldbesitzer zukommen.

Die Landesforsten bitten Verkehrsteilnehmer um Verständnis für Forstarbeiten entlang der öffentlichen Straßen. Abgestorbene Bäume sind nur begrenzt standfest und eine latente Gefahrenquelle. Gemeinsam mit den Straßenbauverwaltungen der Landkreise planen Forstleute die Fällarbeiten so ein, dass die Einschränkungen möglichst kurzzeitig erfolgen.

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