Neue Holzbrücke im Barneführerholz

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

Holz-Brücke im Barneführerholz wird erneuert

(Sandkrug/Hatten) Die sogenannte Kroll-Brücke mitten im Barneführerholz ist abgängig. Nach 25 Jahren sind die sechs tragenden Pfeiler morsch und teilweise gebrochen. „Die Brücke führt über den Schwarzen Graben nahe der Hunte, in den Karten auch als Fleth 26 geführt“, weiß Revierleiter Karl-Heinz Pelster von den Niedersächsischen Landesforsten. „Nachdem die Vorgängerkonstruktion aus den 1960er Jahren abgängig war, haben wir in den 90er Jahren als Fundament auf jeder Seite drei Douglasienstämme sechs Meter tief in den Untergrund gerammt, auf denen die Brückenkonstruktion ruht.“

Bereits vor zwei Jahren sperrte Pelster die marode Brücke für den Kfz-Verkehr und hat vor einem halben Jahr noch zwei Schikanen angebracht, die nur noch einseitig Fußgängern und Radfahrern Durchlass bieten. Am kommenden Mittwoch wird die Brücke abgerissen und samt einer neuen Gründung aus Stahlspundbohlen und Betonauflagern als Holzbrücke wiedererrichtet. Die Stahlspundbohlen werden 9 m tief in den Baugrund gerammt. „Die Bauarbeiten werden von der Ingenieur- und Wasserbaufirma Hacker aus Hatten durchgeführt. Sie dauern voraussichtlich sechs Wochen, solange beschildern wir eine Umleitung“, so Pelster.

Wichtiger Knotenpunkt für Wanderer und Radfahrer

Die Holzbrücke wird nicht für den LKW-Verkehr ausgelegt, da in dem Bereich des Naturschutzgebietes kein Nutzholz mehr anfallen wird. „Umso wichtiger ist die Querung für Waldbesucher und Radfahrer, die von Sandhatten und Sandkrug (Oldenburg)nach Sannum unterwegs sind. Oder in umgekehrter Richtung von Großenkneten über Sannum Richtung Oldenburg“, erläutert Pelster. „Daher haben die Niedersächsischen Landesforsten dem Neubau zum Erhalt der Erholungslandschaft zugestimmt.“ Eine schon früher überlegte Lösung mit preiswerten Betondurchlässen zu arbeiten, kommt wegen der notwendigen Durchlässigkeit des Fließgewässers nicht infrage.

Keine hölzerne Gründung möglich

Die erneute Verwendung von hölzernen Rammpfählen als Gründung wurde verworfen, da Holz im Bereich der wechselnden Wasserstände morsch wird. „Die Holzgründungen von Gebäuden wie in Venedig halten nur deshalb solange, weil sie ständig unter Luftabschluss im Wasser stehen, das ist hier nicht machbar“, weiß Förster Pelster.

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