Laubholzernte in der Försterei Rüstje

 In Forstamt Harsefeld, Regionale Presseregion Nordost

Niedersächsisches Forstamt Harsefeld beginnt mit der Ernte starker Buchen und Eichen

(Harsefeld / Rüstje) In der Revierförsterei Rüstje beginnt noch im November dieses Jahres die Laubholzernte. Ein besonderer Schwerpunkt der forstlichen Maßnahmen liegt dabei in den Forstorten Meinkenhoop und Wieh. Die beiden Waldgebiete grenzen unmittelbar an den Flecken Harsefeld. Sie werden gerne von Wanderern, Joggern, Fahrradfahrern und anderen Naturliebhabern aufgesucht.

Leandra Sommer, Revierleiterin der Försterei Rüstje erläutert: „Waldbesucher sollten sich nicht wundern, wenn ab Ende November im ortsnahen Bereich Motorsägen und Forstmaschinen im Einsatz sind. Wir führen Holzerntemaßnahmen durch und pflegen unsere Wälder. Durch die Ernte der alten Bäume leiten wir gleichzeitig die Verjüngung des Waldes ein, damit sich unser Wald weiter klimastabil und gesund entwickeln kann. Hier bei dieser waldbaulichen Maßnahme ist es mein Ziel, dass sich die Buche und der Bergahorn natürlich verjüngen sollen. Durch die Ernte einzelner alter reifer Bäume kommt mehr Licht an den Boden und die jungen Bäume können wachsen“.

Die Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaften ihre Wälder nach den Grundsätzen der langfristigen ökologischen Waldentwicklung – kurz „LÖWE“ genannt. Dabei ist es wichtig die anstehenden Holzerntearbeiten mit den Naturschutzaspekten, den Freizeitinteressen der Bevölkerung und den Nutzungsbelangen der Waldbesitzer in Einklang zu bringen.

„Grundsätzlich werden alle Pflege- und Holzerntearbeiten in Übereinstimmung mit der Nutz-Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes durchgeführt. Bei aller Umsicht und Vorsicht werden sich aber vorübergehende Schäden an einzelnen Wegen nicht vollständig verhindern lassen, bei geeigneter Witterung richten wir die Wege schnellst möglich wieder her. Auf unsere Waldbesucher wird der Wald nach den Arbeiten zeitweilig unordentlich wirken. Kronenholz und einige Bäume bleiben im Wald liegen, um den ökologisch wertvollen Totholzanteil weiter zu erhöhen,“ wirbt Leandra Sommer um Verständnis.

Arne Riedel, Leiter des Forstamtes Harsefeld ergänzt: „Während das durch Borkenkäfer geschädigte Fichtenholz nach den Dürresommern der letzten drei Jahre in großen Massen zwangsweise angefallen ist, ist die Nachfrage nach frisch geerntetem Laubholz derzeit groß. Hochwertige erntereife Laubbäume werden nur in der kalten Jahreszeit, wenn der Wasser- und Nährstofftransport unter der Rinde ruht, geerntet. Sägewerke und andere Holz verarbeitende Betriebe sind auf diesen Ernte-Rhythmus eingestellt, sie benötigen dringend hochwertiges Frischholz, unter anderem zur Produktion von Möbeln. Das ebenfalls anfallende Brennholz wird nach Beendigung der Ernte durch die Revierleiterin verkauft“.

Das Forstamt Harsefeld bittet um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen bei den gewohnten Waldbesuchen. Abgesperrte Waldwege dürfen wegen fallender Bäume und Kronenteile während der Erntearbeiten auf keinen Fall betreten werden, hier besteht Lebensgefahr.

Beitragsbild: Alter Buchenwald mit jungen Bäumen, die die nächste Waldgeneration bilden. Durch vorsichtige Ernte der alten Bäume kommt Licht an den Boden, damit die jungen Buchen nachwachsen können. (Foto: Niedersächsische Landesforsten)

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