Holzernte in der Försterei Bobenwald

 In Forstamt Oerrel, Regionale Presseregion Nordost

Niedersächsisches Forstamt Oerrel beginnt mit der Ernte starker Douglasien, Buchen und einzelner Eichen

(Ebstorf) In der Revierförsterei Bobenwald beginnt Anfang Dezember dieses Jahres die Holzernte. Ein besonderer Schwerpunkt der forstlichen Maßnahmen liegt dabei im Revierteil Bobenwald. Dieser grenzen unmittelbar an den Flecken Ebstorf. Die Waldflächen werden gerne von Wanderern, Joggern, Fahrradfahrern und anderen Naturliebhabern aufgesucht.

Malte Dicke, Revierleiter der Försterei Bobenwald erläutert: „Waldbesucher sollten sich nicht wundern, wenn ab Anfang Dezember im ortsnahen Bereich Motorsägen und Forstmaschinen im Einsatz sind. Wir führen Holzerntemaßnahmen durch und pflegen dadurch gleichzeitig unsere Wälder, damit sie sich weiter stabil und gesund entwickeln können“.

Die Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaften ihre Wälder nach den Grundsätzen der langfristigen ökologischen Waldentwicklung – kurz „LÖWE“ genannt. Dabei ist es wichtig die anstehenden Holzerntearbeiten mit den Naturschutzaspekten und den Freizeitinteressen der Bevölkerung in Einklang zu bringen. „Auch im Naturschutzgebiet „Bobenwald“ werden Pflege- und Holzerntearbeiten in Übereinstimmung mit dem Naturschutzzweck durchgeführt. Im Bobenwald ist der Erhalt des Buchenwaldes das Ziel, darauf richte ich mein Augenmerk. Ich fördere durch die gezielte Entnahme einzelner alter Bäume oder Baumgruppen die natürliche Ansamung junger Buchen, wir nennen das Naturverjüngung“ erklärt Malte Dicke.

Dr. Michael Habermann, Leiter des Forstamtes Oerrel ergänzt: „Die Nachfrage nach frisch geerntetem Laub- aber auch hochwertigem Douglasienholz derzeit groß. Das anfallende Holz wird je nach Qualität an Sägewerke, an die Holzwerkstoffindustrie oder als Brennholz vermarktet und kann, obwohl alles bereits verkauft ist, bis zur Abfuhr durch die Firmen durchaus noch einige Zeit an den Waldwegen lagern“.

Das Forstamt Oerrel bittet um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen bei den gewohnten Waldbesuchen. „Bei aller Umsicht und Vorsicht werden sich Schäden an einzelnen Wegen nicht vollständig verhindern lassen, bei geeigneter Witterung und erfolgter Holzabfuhr richten wir sie aber wieder her. Auf unsere Waldbesucher wird der Wald nach den Arbeiten vorübergehend unordentlich wirken. Kronenholz und einige Bäume bleiben im Wald liegen, um den ökologisch wertvollen Totholzanteil weiter zu erhöhen“, wirbt Dicke um Verständnis. Abgesperrte Waldwege dürfen wegen fallender Bäume und Kronenteile während der Erntearbeiten auf keinen Fall betreten werden, hier besteht Lebensgefahr.

Beitragsbild: Starke Douglasienstämme liegen abfuhrbereit am Waldweg  (Fotos: Niedersächsische Landesforsten)

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