Buchenpflanzung am Krähenmoor

 In Forstamt Nienburg, Regionale Presseregion West

Erster Schritt für Laubwaldgürtel

(Nienburg/Stöckse) Das Krähenmoor soll in den Randbereichen einen Laubwaldgürtel mit heimischen Laubbäumen bekommen. Als erster Schritt zum Waldumbau wurde nun eine Fläche von gut einem Hektar am südlichen Rand des Krähenmoores durch die Niedersächsischen Landesforsten bepflanzt. Sie war bislang mit Japanlärche und Kiefer bewachsen, wies aber auch einen starken Unterwuchs aus Spätblühender Traubenkirsche auf. Die Spätblühende Traubenkirsche wurde vollständig entfernt, denn sie gilt als invasive Baumart. Der Nadelwald aus Lärchen und Kiefern wurde stark aufgelichtet.

Laubwald für höhere Wasserspende

Die jetzt gepflanzten Rotbuchen sollen mittelfristig die Traubenkirsche ausdunkeln und langfristig die Nadelbäume ersetzen. „Durch den Wechsel hin zu Laubholz wird die Wasserspende für das Moor und das Grundwasser erhöht“, erläutert Revierförster Heinz Lehmann, der die Arbeiten koordiniert. Laubbäume tragen im Winter kein Laub, sodass ein höherer Anteil des Niederschlags versickern und so zur Grundwasserneubildung und Vernässung des Moores beitragen kann.

Amerikanische Traubenkirsche zurückdrängen

„Die Ausdunkelung der amerikanischen Traubenkirsche ist uns ein weiteres wichtiges Anliegen“, weiß Kerstin Geier, die Naturschutzförsterin des Forstamtes Nienburg. „Wir wollen die Ausbreitung dieser Art, sowohl im Moor als auch auf den umliegenden Flächen stoppen und diese Art so weit wie möglich zurückdrängen“.

Naturnahe Waldzone um Krähenmoor

Langfristig soll die gesamte, 300 Hektar große Pufferzone um das Krähenmoor zu naturnahem Wald aus heimischen Buchen und Eichen, aber auch Linden und Spitzahorn entwickelt werden. Im Moor selbst dominieren bereits jetzt die Baumarten der natürlichen Vegetation – Kiefer und Birke. Abgesehen von der jetzigen Pilot-Fläche und einer weiteren im Frühjahr, wird die Finanzierung möglichst über Kompensationsgelder im Zuge von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erfolgen. Bereits im Herbst hatten Forstamt, Landkreis und die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer in einem gemeinsamen Arbeitseinsatz unerwünschte Kulturheidelbeeren aus dem Moorbereich entfernt.

Fotos und Text hier zum Download bis Ende Dezember.

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