Naturdenkmal: Landesforsten pflegen Hainbuchen- und Alteichen–Allee zum Clusturm

 In Forstamt Seesen, Harz, NFBZ Münchehof, Regionale Presseregion Süd

Wegen Baumpflegearbeiten bei Bad Gandersheim bleiben Waldwege gesperrt

(Bad Gandersheim/Seesen) Das Niedersächsische Forstamt Seesen und die Stadt Bad Gandersheim pflegen geschützte Bäume an der Waldstraße zum Clusturm. Der Kronenrückschnitt an den Alleebäumen entlang der Clusgasse ist notwendig aus Gründen der Verkehrssicherheit und zum Erhalt des landschaftsprägenden Charakters. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag, 14. Dezember, und dauern bis Freitag, 18. Dezember 2020, teilt das Forstamt Seesen mit. Die Dürre der vergangenen Jahre hat an zahlreichen Hainbuchen und Alteichen zu Trockenschäden geführt. Landesforsten und Stadt müssen nun abgestorbene Baumteile und Starkäste entfernen, die auf die Straße und Wanderwege zu fallen drohen.

Gutachten im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde empfiehlt Pflegeschnitt

„An einigen Bäumen ist kein Eingriff notwendig, an etlichen Bäumen ist jedoch ein Pflegeschnitt und das Entfernen von Totholz unabdingbar, um die alten, als Naturdenkmal besonders geschützten Bäume, zu erhalten“, erklärt Jan Fischer. Der Leiter der Revierförsterei Altes Amt koordiniert die Forstarbeiten, die eine Göttinger Fachfirma in einem Gutachten vorsieht. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Northeim hatte das Gutachten für das Naturdenkmal „ND NOM-GAN 10 Hainbuchen und Alteichen“ in Auftrag gegeben.

Hubsteiger und Spezialkräfte aus Münchehof kommen zum Einsatz

Einige der betroffenen Bäume sind alte und starke Eichen, die Lebensraum für verschiedene Tierarten sind. „Das macht die Sache nicht einfacher. Die Sicherheit der Waldbesucher geht natürlich vor, aber auch die Naturschutzbelange der als Naturdenkmal geschützten Bäume ist uns sehr wichtig“, erläutert Revierförster Fischer. Ein privates Baumpflege- und Forstunternehmen und ein Spezialteam vom Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum aus Münchehof seien laut Fischer vor Ort im Einsatz. Im Zuge der Verkehrssicherungsarbeiten werde nicht nur die Clusgasse sondern auch Waldwege gesperrt. So werde der beliebte Wanderweg, der sogenannte „Teppichweg“, für die Dauer des Baumschnitts vorübergehend nicht begehbar sein. Revierleiter Jan Fischer bittet Waldbesucher um Verständnis für die Absperrungen und erinnert daran, diese zur eigenen Sicherheit unbedingt einzuhalten.

Hintergrund:

Die Dürre-Sommer 2018, 2019 und zuletzt das immer noch zu trockene Jahr 2020 stressen zunehmend auch Laubbäume. Sie verlieren an Vitalität und werden anfällig für Schaderreger wie Insekten und Pilze. Insbesondere Buchen sind hiervon betroffen. Sie werfen vielfach bereits im Spätsommer ihr Laub ab und treiben im Frühjahr nur spärlich aus. Das Holz der absterbenden Laubbäume wird durch Pilzbefall schnell brüchig, sodass auch bei Windstille mit dem unvermittelten Abbruch, teilweise auch noch belaubter Äste und Kronenteile gerechnet werden muss. An alten Bäumen sterben im Laufe der Zeit auch ohne Klimaextreme Kronenteile ab, welche aus Verkehrssicherungsgründen und zum Erhalt der Stabilität des Gesamtbaumes entnommen werden müssen.

 

Bildunterschrift: Die Niedersächsischen Landesforsten setzen verstärkt Spezialkräne bei Fällarbeiten an öffentlichen Straßen ein. Auf der Clusgasse bei Bad Gandersheim erfolgt der Pflegeschnitt von einem Hubsteiger aus.
© Landesforsten

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