Projekt: Wegebegleitende Streuobstwiesen

 In Forstamt Harsefeld, Regionale Presseregion Nordost

Gemeinschaftliche Pflanzaktion der Niedersächsischen Landesforsten und der Grundschule Heilshorn

(Osterholz-Scharmbeck / Heidhof) Anfang Dezember dieses Jahres fand in der Revierförsterei Heidhof eine gemeinschaftliche Pflanzaktion des Forstamtes Harsefeld und der Grundschule Heilshorn statt. 29 Kinder der 4. Klassen der Grundschule Heilshorn haben gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen Kirsten Lasius und Maike Tarin an einem Vormittag unter Anleitung der Harsefelder Forstleute 39 Obstbäume gepflanzt. Außerdem wurden die Bäume mit einem sogenannten Einzelschutz gegen den Einfluss von Rehen und Damwild geschützt. Die Bäume stehen jetzt entlang des Waldweges in der Verlängerung vom Forstweg Richtung Garlstedter Kirchweg.

Heiko Ehing, Revierleiter der Försterei Heidhof freut sich: „Wenn ihr mit euren Eltern hier künftig spazieren geht, könnt die die Bäume wachsen und blühen sehen und im Herbst vielleicht schon den einen oder anderen Apfel von eurem gepflanzten Baum pflücken“. Diese Pflanzaktion war der Auftakt zum Projekt „Wegbegleitende Streuobstwiesen“ im Forstamt Harsefeld.

Hauke Klattenberg, Förster für Waldökologie und Naturschutz im Forstamt Harsefeld, erklärt: „Streuobstwiesen sind alte Kulturgüter, die jedoch immer seltener zu finden sind. Sie sind ein wichtiger Lebensraum für viele, auch besonders bedrohte Tierarten. Aus diesem Grund möchten wir mit unserem Projekt im Forstamt Harsefeld verstärkt wegebegleitende Streuobstwiesen an einigen Hauptwegen anlegen“.
Dazu wird kein klassischer Alleecharakter aufgebaut. Es werden vielmehr Obstbaumgruppen gepflanzt. Das bedeutet, dass im Abstand von etwa 200 Metern jeweils 5 bis 10 Obstbäume gepflanzt werden. Dadurch entstehen ökologisch wertvolle Kleinstbiotope. „ Bei der Auswahl der Sorten greifen wir auf alte Obstgehölze und Wildobstgewächse zurück, die für das Land Niedersachsen oder für die hiesige Region typisch sind“, so Hauke Klattenberg weiter.

Im Rahmen dieses Projektes können ortsansässige Bürger ab dem nächsten Jahr Pate eines Obstbaumes werden. Sie können so selber an der Gestaltung der Streuobstwiese mitwirken und das anfallende Obst ernten. Dies geschieht nach dem Motto: „Mein Baum am Waldrand“. Eine Patenschaft dauert 10 Jahre und kann um weitere 10 Jahre verlängert werden. Die Patenschaft kostet für einen Baum 25 Euro pro Jahr oder für 2 bis 4 Bäume als Kleinstbiotop 10 Euro pro Baum und Jahr. In diesem Betrag ist ein einmaliger Kurs zum Obstbaumschnitt und zur Obstbaumpflege, ein Namenschild und eine Risikorücklage bei eventualen Ausfall der Bäume enthalten. Vielleicht überschießende Beträge werden dann in die weitere Waldrandgestaltungen investiert.

Hauke Klattenberg weiter: „Interessierte können sich bei mir gerne über die Details einer Baumpatenschaft informieren. Ich bin erreichbar im Forstamt Harsefeld unter 0171-1185812 oder am besten per Mail unter Hauke.Klattenberg@nfa-harsefld.niedersachsen.de“.

Beitragsbild: Lehrerin und eine Gruppe Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen der Grundschule Heilshorn werden durch den Revierförster Heiko Ehing eingewiesen, wie die Pflanzung der Bäume erfolgen soll

(Foto: Sierk / Niedersächsische Landesforsten)

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