Syke: Gemeinsinn hilft beim Aufforsten

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

Försterei bekommt Unterstützung

(Syke) Ein sogenanntes „Käferloch“, also ein durch Borkenkäferbefall frei gewordenes Fichtenwaldstück wurde jetzt durch Schüler der Grundschule Syke und Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten in der Syker Westermark wieder bepflanzt. „Neben fast dreitausend Buchen haben wir noch tausend Stück Mischbaumarten, also Linde, Ulme, Ahorn, Esskastanie und Roteichen gepflanzt“, beschreibt Revierleiter Heinz-Dieter Tegtmeier die Ausführung. „Diese Baumartenmischung sollte unter den Wuchsbedingungen hier im Revier in der Lage sein, den weiter zu erwartenden Klimawandel auszuhalten.“

Spender half

Erfreuliche Unterstützung gab es für die Revierförsterei durch die Spende einer Familie aus Weyhe, die ungenannt bleiben möchte, an den Förderverein des Regionalen Umweltbildungszentrums. Die naturverbundene Weyher Familie engagiert sich statt umfangreicher Weihnachtsgeschenke lieber für Naturprojekte. „Mit der Spende von 3.500 Euro konnten wir alle Setzlinge und noch einhundertfünfzig Sträucher für die Waldrandgestaltung beschaffen, dafür bedanken wir uns sehr“, so Tegtmeier.

Grundschule Syke half

Weitere Unterstützung kam von der Grundschule Syke, die mit 20 Schülerinnen und Schülern an zwei Tagen zum Pflanzen kam. Zur Sicherstellung der notwendigen coronabedingten Abstände arbeitete jeweils eine Gruppe auf der Pflanzfläche, während Heinz-Dieter Tegtmeier mit der anderen Gruppe auf Entdeckungstour durch die Westermark ging.

Drei extreme Jahre

Seit dem extrem trockenen Jahr 2018 stehen vor allem Fichten in unseren Wäldern unter Dauerstress. Lange Phasen ohne Regen und erhöhte Durchschnittstemperaturen führen zu Vitalitätseinschränkungen. Schutzmechanismen wie das Harzen zur Abwehr von Borkenkäfern funktionieren nicht mehr. Seit 3 Jahren ist der Befall durch den Buchdrucker so extrem, dass nicht nur einzelne Bäume, sondern ganze Bestände flächig absterben. Dieses Geschehen ist Ausdruck eines nachweisbaren menschengemachten Klimawandels. Die Aufgabe der Forstwirtschaft ist es nun, künftig klimastabile Waldbestände zu schaffen. Dazu werden geschädigte Fichtenbestände durch Anpflanzung von Laubbaumarten zu Mischwäldern umgewandelt. Den geschädigten niedersächsischen Wäldern – aktuell geht man niedersachsenweit von 28.000 Hektar Schadensfläche in allen Waldbesitzarten aus – steht eine Phase der Walderneuerung bevor.

Bürgerengagement möglich

An dieser Aufgabe möchten sich Bürgerinnen und Bürger sowie Firmen durch aktive Mitarbeit und finanzielle Zuwendungen beteiligen. So gibt es Initiativen und Einzelpersonen, die durch Spenden an die Niedersächsischen Landesforsten oder deren Stiftung Zukunft Wald, beim Wiederaufforsten unterstützen. Andere wollen direkt beim Aufforsten Hand anlegen und auf diese Art und Weise helfen. Alle Informationen dazu unter www.klima-aktion-wald.de.

Fotos und Text hier zum Download bis zum 16. Jan. 2021

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