Neue Holzbrücke im Barneführer Holz

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

(Sandkrug/Hatten) In einer aufwändigen Aktion haben die Niedersächsischen Landesforsten die abgängige Kroll-Brücke – ein wichtiger Kreuzungspunkt für Wander- und Radwege -mitten im Barneführerholz nun durch eine nagelneue Konstruktion ersetzt. „Wir freuen uns, dass wir diese wichtige touristische Verbindung nahe dem äußerst beliebten Hunte-Padd dauerhaft wiederherstellen konnten“, sagte Forstamtsleiterin Regina Dörrie, bevor sie gemeinsam mit Revierleiter Karl-Heinz Pelster, der die Brücke jetzt zum zweiten Mal in seiner 37jährigen Amtszeit erneuern ließ, das Band zur Eröffnung durchschnitt. Nach dem Abriss im Oktober dieses Jahres wurde noch eine Kampfmittelsondierung notwendig, bevor die Stahlspundwände, für das Betonfundament gerammt werden konnten. Wegen des weichen Untergrundes reichen die Spundwände neun Meter in die Tiefe. „Wie bei so vielen Dingen, waren auch hier die Vorarbeiten und die Gründungen, die man nicht sieht, aufwändiger als die relativ kleine Brücke“, beschreibt Revierleiter Karl-Heinz Pelster die Bauarbeiten. Er geht davon aus, dass die neue Gründung mehrere Brücken überdauern wird, im Gegensatz zu den vorherigen Douglasien-Rammpfähle, die immerhin 25 Jahre hielten.

Erste Konstruktion aus den 1960ern

In den 1960er Jahren bauten Pioniere die erste Holzbrücke, die nach dem leitenden Offizier seither Kroll-Brücke heißt. In den 1990er Jahren ersetzte Revierförster Karl-Heinz Pelster die abgängige Brücke durch eine neue Holzkonstruktion. Auf jedem Ufer trugen drei starke Douglasienpfählen die neue Holzbrücke. Sechs Meter tief wurden die Baumstämme in den Untergrund gerammt, bis tragfähige Bodenschichten erreicht waren.
Die seit Oktober andauernden Arbeiten wurden von der Hattener Wasserbau-Firma Hecker ausgeführt und dauerten wegen der unvorhergesehenen Kampfmittelsondierung länger als vorgesehen. Die drei Meter breite Holzbrücke selbst wurde aus Eichen- und Douglasienholz hergestellt. Lediglich für die Tragbalken kam sibirische Lärche zum Einsatz, die einer höheren Dauerhaftigkeitsklasse zugeordnet ist. Die Brücke führt über den Schwarzen Graben nahe der Hunte, in den Karten auch als „Fleth 26“ geführt.

Ausschließlich touristische Nutzung

Das Bauwerk dient ausschließlich der touristischen Erschließung des Barneführer Holzes. Waldbesucher und Radfahrer nutzen die Brücke als Bindeglied zwischen den Orten Sandhatten und Sandkrug bis Oldenburg. Die bereits früher angestellte Überlegung mit preiswerten Betondurchlässen zu arbeiten, kam wegen der notwendigen Durchlässigkeit des Fließgewässers bei Hochwasser nicht infrage. Im Rahmen der Arbeiten wurde die Durchlässigkeit jetzt sogar auf fast fünf Meter Breite erhöht. Auch die erneute Verwendung von hölzernen Rammpfählen als Gründung wurde verworfen, da das Holz nicht komplett unter Luftabschluss steht und in den Übergangszonen genauso verrotten würde, wie man es zum Beispiel auch von Weidezaunpfählen kennt.

Fotos und Text hier zum Download bis zum 18.01.2021.

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