Drohende Gefahr von oben

 In Forstamt Rotenburg, Regionale Presseregion Nordost

Niedersächsische Landesforsten haben Verkehrssicherungsmaßnahmen in Zeven durchgeführt

(Zeven) Das Niedersächsische Forstamt Rotenburg hat vor Weihnachten notwendige Verkehrssicherungsarbeiten in der Zevener Ahe durchgeführt. Um Gefahren durch instabile Bäume rechtzeitig zu erkennen, werden die Waldränder entlang öffentlicher Straßen und Plätze regelmäßig kontrolliert. Wenn dabei Bäume entdeckt werden, die eine offensichtliche Gefahr darstellen, dann muss gehandelt werden.
Ein besonderes Augenmerk wurde bei dieser Maßnahme auf die Randbereiche entlang der Landstraße L124 von Zeven nach Heeslingen gelegt. Es mussten aber auch einige Bäume an der Siedlung in der Nähe des Kindergartens und entlang der Eisenbahnlinie, der EVB gefällt werden.

Lena Maack, Leiterin des Forstamtes Rotenburg erklärt: „Durch die Dürre der vergangenen drei Jahre mit gleichzeitig hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung haben besonders die Buchen in der Ahe gelitten. Wenn wir sonst nur einzelne Bäume aus Verkehrssicherungsgründen entnehmen müssen, mussten wir bei dieser Maßnahme doch sehr viel stärker eingreifen. Es macht mir große Sorge, dass sich dies Entwicklung bei anhaltendem Niederschlagsdefizit fortsetzen kann“.

Stefan Schulz, Leiter der zuständigen Revierförsterei Thörenwald, erläutert die in diesem Fall nötige Verkehrssicherungsmaßnahme: „Die Baumschau wird von uns mit Augenmaß und viel Erfahrung durchgeführt. Wenn wir Pilzkonsolen von holzzerstörenden Pilzen oder einen hohen Totholzanteil in den Kronen entdecken, müssen wir handeln. Abgestorbene oder absterbende Bäume verbleiben für gewöhnlich als stehendes oder liegendes Totholz in den Wäldern. Sie bilden für viele Insekten und Vögel einen wichtigen Lebensraum. An Erholungsschwerpunkten und öffentlichen Straßen bergen instabile Baumstämme jedoch die große Gefahr, dass Waldbesucher und Autofahrer durch plötzlich umkippende Bäume oder abrechende Äste und Kronenteile verletzt werden “.

Die Arbeiten sind jetzt weitgehend abgeschlossen, allerdings konnten aufgrund der Witterung noch nicht alle Baumstämme für den Abtransport an die Wege gezogen werden. Das Forstamt Rotenburg bittet um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen durch schlechte Forstwege bei den gewohnten Waldbesuchen. „Bei aller Umsicht und Vorsicht lassen sich Schäden an einzelnen Waldwegen nicht vollständig verhindern, bei geeigneter Witterung und nach erfolgter Holzabfuhr richten wir sie aber wieder her“, wirbt Stefan Schulz um Verständnis.

Durch die zwangsweise entstanden Lücken im Waldgefüge kommt jetzt mehr Licht an den Boden. In den stark aufgelichteten Bereichen ist bereits flächendeckend Naturverjüngung vorhanden, also junge Bäume, die sich natürlich angesamt haben. Diese jungen Bäume werden die neue Waldgeneration bilden. Im Bereich des Kindergartens sollen die aufgelichteten Bereiche mit heimischen Sträuchern ausgepflanzt werden. Dadurch soll hier ein ökologisch wertvoller Waldrand entstehen. Stefan Schulz betont: „Ich hoffe auf reichlich Niederschläge, damit sich unser Wald wieder erholen und stabilisieren kann“.

Beitragsbild: Instabile Bäume stellen eine Gefahr entlang von Straßen und Wegen dar. Aus Verkehrssicherungsgründen müssen Bäume, die eine offensichtliche Gefahr darstellen gefällt werden. Nicht immer ist die Gefahr des Abbrechens sofort erkennbar, im Stamminneren breiten sich oft Pilze aus, die das Holz zersetzen und die Stabilität der Bäume beeinträchtigen.

(Foto1: Sierk/Niedersächsische Landesforsten; Fotos 2+3: Stefan Schulz/Niedersächsische Landesforsten)

Druckfähige Fotos zum kostenlosen Download finden Sie hier:

Für die Presse bieten wir zu aktuellen Ereignissen und Meldungen Bilder und Texte zum Download an. Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema veröffentlicht werden, mit dem sie in Verbindung stehen und müssen mit einem ungekürzten Urheberrechtsnachweis versehen sein, wie er jeweils an den Abbildungen angeben ist.

Recommended Posts