Försterei Oldenburg: Brennholz von hier

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Junge Eichenwälder durchforstet

(Oldenburg/Hude/Hatten) Die Revierförsterei Oldenburg vermarktet noch Brennholz in Haushaltsmengen. „Wir haben im Reiherholz bei Hude, im Hatter Holz bei Kirchhatten und im Wold bei Bloherfelde noch handliches Eichenbrennholz in Drei-Meter-Längen in Mengen von jeweils 7-11 Raummetern abzugeben“, so Revierleiter Marcus Hoffmann von den Niedersächsischen Landesforsten, der in diesem Winter viele junge Eichenwälder zu durchforsten hatte.

„Eiche hat den gleichen Brennwert wie Buchenholz, diese Hölzer sind sehr handlich und lassen sich sehr gut spalten.“ Bei Lagerung und Trocknung rät Hoffmann allerdings zu einer Trockenzeit von drei Jahren. Die Holzhaufen liegen abfuhrgerecht an festen Waldwegen und können telefonisch oder per Mail bestellt und direkt im Wald bezahlt werden. Die Revierförsterei ist erreichbar unter marcus.hoffmann@nfa-neuenbg.niedersachsen.de oder telefonisch donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr unter 04405 / 9259539.

Eichen im Revier Oldenburg

Die Eiche ist in den Wäldern der Revierförsterei eine häufig anzutreffende Baumart mit einem Anteil von einem Viertel der Waldfläche. Etwa die Hälfte dieser Eichenwälder ist junger Wald, vor allem aus der Wiederaufforstung nach dem Jahrhundertsturm von 1972. Schwerpunktmäßig werden nun diese 40 bis 50-jährigen Eichen durchforstet, um sie zu stabilisieren und ihren Wuchsraum zu erweitern. Dazu wird eine kleine Holzerntemaschine eingesetzt, die die Eichen greift und bodennah absägt. Danach werden die Bäume in verkaufsfähige Sortimente eingeteilt. In diesem Fall Brenn- und Energieholz.

Hintergrund Eiche

Im Zuge des Klimawandels ist die Eiche auf der Siegerstraße. Die zwei heimischen Eichenarten (Stiel- und Traubeneichen) kommen auf den verschiedensten Böden und mit steigenden Temperaturen gut zurecht und sind in ihrer Holzverwendung, von Furnier über Massivholz bis hin zum Brennholz, ebenfalls sehr vielfältig nutzbar. Die Stieleiche ist eine typische Baumart der Hartholzaue, wodurch sie gut auf nassen, wechselfeuchten und nährstoffreichen Böden zurechtkommt.

Die Traubeneiche hingegen kommt auch auf armen und trockenen Sandböden vor. Beide können durch ihre hohe Wurzelenergie tiefe Bodenschichten erschließen und so auch in trockeneren Phasen Wasser aus diesen aufnehmen. Auf diesen Standorten setzt sie sich sogar erfolgreich gegen die Buche durch, unsere konkurrenzstärkste und weitverbreitetste Laubbaumart in Deutschland. Die amerikanische Roteiche kommt dort verstärkt zum Zuge, wo trockene und nährstoffarme Waldböden zum Beispiel in Kiefernwäldern für die heimischen Eichenarten nicht erfolgversprechend sind.

Eichen im Nordwesten

In den Wäldern des Forstamtes Neuenburg sind Eichen ebenfalls mit einem Anteil von gut einem Viertel der Waldfläche vertreten. Damit bildet der Nordwesten einen deutlichen Eichen-Schwerpunkt unter den Wäldern der Niedersächsischen Landesforsten mit im landesweiten Durchschnitt lediglich 13 Prozent Eichenanteil. Die Planung der Landesforsten sieht bis 2055 einen moderaten Anstieg der Eichenfläche von 13 auf 14 Prozent der Waldfläche vor.

Allerdings sorgen die Waldschäden der letzten beiden Jahre für so viele unvorhergesehene Freiflächen, dass mit einem höheren Eichenanteil in Zukunft gerechnet werden kann. Die Eiche ist unter unseren Klimabedingungen sehr lichtbedürftig, daher gelingt das Nachpflanzen am ehesten auf Freiflächen.

Fotos und Text finden Sie bis zum 18. Febr. hier zum Download.

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