Neue Waldpädagoginnen im Nordwesten

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West, Waldpädagogik, WPZ Weser-Ems

Netzwerk im Nordwesten wird dichter

(Neuenburg/Zetel/Jever/Großefehn) Das Netz der Waldpädagogen und Waldpädagoginnen im Nordwesten wird dichter. Kathrin Kroker-Gembler aus Großefehn, Anette Haupt-Koch aus Bockhorn-Steinhausen und Denise Ahlhorn aus Jever haben die Fortbildung zur zertifizierten Waldpädagogin bei den Niedersächsischen Landesforsten durchlaufen. Für Försterin Wibeke Schmidt, die die waldpädagogischen Angebote im weiten Bereich des Forstamtes Neuenburg koordiniert, ist das ein Gewinn. „Ich freue mich über die Verstärkung durch die neuen Waldpädagoginnen und wir wollen das verstärkte Interesse am Wald durch mehr Umweltbildungs-Angebote nutzen“, so Schmidt, die nicht nur die stark gestiegene Zahl an Waldbesuchern, sondern auch ein gestiegenes Interesse an der Bedeutung und am Erhalt der Wälder wahrnimmt.

Zu den Personen

Kathrin Kroker-Gembler aus Großefehn ist bereits Fachfrau in Sachen Wald. Die 37jährige hat Forstwissenschaften in Tharandt und Göttingen studiert, war in Hessen im Referendariat und hat anschließend sechs Jahre die Geschäfte der Biologischen Schutzgemeinschaft-Hunte-Weser-Ems (BSH) geleitet. Derzeit arbeitet sie als pädagogische Mitarbeiterin an der Grundschule Holtrop. „Ich möchte mit dem Waldpädagogikzertifikat wieder stärker die Brücke zum Wald schlagen, dem ich durch mein Studium sehr verbunden bin und stelle mir Angebote zusammen mit den Landesforsten in den Auricher Wäldern aber bei Bedarf auch in Ihlow oder Hesel vor.“

Anette Haupt-Koch hat nicht nur profunde Erfahrungen im touristischen Bereich, als Jägerin und Imkerin ist sie naturinteressiert bis hin zur Wildkräuterkunde und dem eigenen Naturgarten in Steinhausen. Die 56-jährige arbeitet halbtags an der touristischen Weiterentwicklung des „Naturerlebnis Südliches Friesland“ und hat schon immer gerne ihr vielfältiges Wissen weitergegeben. „Über die Idee Wildkräuterführungen und Kochkurse anzubieten, bin ich auf das Waldpädagogik-Zertifikat gekommen und möchte damit die einmalige Natur in der Region vermitteln und auch touristisch voranbringen.“

Auch Denise Ahlhorn aus Jever ist Fachfrau in Sachen Wald und Umwelt. Nach dem Abitur absolvierte sie im Forstamt Neuenburg die Lehre zur Forstwirtin um anschließend an der Universität Oldenburg Umweltwissenschaften zu studieren. „Meine Bachelor-Arbeit habe ich über das aktuelle Thema Wald und Gesundheit geschrieben und die Waldpädagogik hat mich schon während meiner Ausbildungszeit interessiert“, erzählt die 29-jährige, die gerade die Stelle als Leiterin der „Schule im Grünen“ in Bad Zwischenahn im Ammerland antritt. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit Wissen über den Wald und die Natur zu vertiefen und weiterzugeben und daher möchte ich auch neben meinem Hauptberuf zusammen mit den Landesforsten waldpädagogische Angebote in meinem Umfeld entwickeln.

Die Waldpädagogik-Zentren (WPZ) der Niedersächsischen Landesforsten

> In Weser-Ems

Das WPZ Weser-Ems mit Sitz in Ahlhorn ist für die waldpädagogischen Angebote der Niedersächsischen Landesforsten in ganz Weser-Ems zuständig. „Wir haben uns die Arbeit regional aufgeteilt und von Neuenburg aus betreue ich den Bereich zwischen Oldenburg und der Küste“, spannt Wibeke Schmidt den Bogen. Die studierte Försterin hat bereits vor zehn Jahren ihr Waldpädagogik-Zertifikat erworben. „Mit den neuen Waldpädagoginnen haben wir jetzt ein Netzwerk von 23 Waldpädagogen und Waldpädagoginnen im Nordwesten. Dazu schließen wir Kooperationen mit Partnerorganisationen wie dem Naturschutzhof Wittmunder Wald, der Naturschutzstation Fehntjer Tief oder den Klosterwaldfreunden in Ihlow sowie mit Schulen, die regelmäßig mit uns zusammenarbeiten wollen“, so Schmidt, die mit weiteren Kooperationspartnern im Gespräch ist.

> In ganz Niedersachsen

Landesweit betreiben die Niedersächsischen Landesforsten elf Waldpädagogikzentren. Ein neues Zentrum entsteht gerade am Stadtrand von Hannover und ein weiteres Jugendwaldheim betreibt der Nationalpark Harz. In den Einrichtungen der Landesforsten sind aktuell 22 Försterinnen und Förster und etwa 180 zertifizierte WaldpädagogInnen im Einsatz. Die Betreuung der ein- bis zweiwöchigen Waldeinsätze von Schulklassen übernehmen gut 40 Forstwirte und Forstwirtinnen. Etwa ein Dutzend junge Leute sind ergänzend im Freiwilligen Ökologischen Jahr in den Waldpädagogikzentren tätig.

Fotos und Text finden Sie bis zum 14. Febr. hier zum Download.

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