Wambsganns will Waldwissen weitergeben

 In Forstamt Oerrel, Regionale Presseregion Nordost, Waldpädagogikzentren, WPZ Ostheide

Neuer Waldpädagoge bereichert die Umweltbildung der Niedersächsischen Landesforsten

(Oerrel / Boitze) Nach seiner umfangreichen waldpädagogischen Ausbildung bei den Niedersächsischen Landesforsten und abschließender Prüfung steht Jörg Wambsganss (53) als neuer zertifizierter Waldpädagoge (zWP) für das Waldpädagogikzentrum Ostheide (WPZ) zur Verfügung.

Elke Urbansky, Leiterin des WPZ erklärt: „Mit nun insgesamt 12 Waldpädagogen im Team können wir unsere Angebote der waldbezogenen Umweltbildung in der Ostheide weiter ausbauen. Jeder Waldpädagoge hat seine eigenen Schwerpunkte. Wir können vom Kindergarten über sämtliche Schulformen und Klassenstufen bis hin zu Erwachsenen individuell passende Umweltbildungs-Angebote machen. Mit Jörg Wambsganss habe ich jetzt auch im Wendland einen Waldpädagogen, um nun in der Region kontinuierlich waldpädagogische Programme anbieten zu können.“

Der diplomierte Maschinenbauer hat sein Waldpädagogik-Zertifikat 2020 gemacht. Zudem hat er im letzten Jahr auch eine Ausbildung als sogenannter „Campfire-Instructor“ erfolgreich abgeschlossen. Mit dieser Zusatz-Ausbildung wird er ab Frühjahr 2021 eigene Outdoor-Kochprogramme für Interessierte unter dem Namen „Feuer und Flamme“ anbieten. Er erzählt: „Die Natur und das Thema Nachhaltigkeit liegen mir schon seit je her am Herzen. Ich freue mich, wenn ich Dinge weitergeben darf, die so langsam in Vergessenheit geraten. Man kann so vieles machen was früher selbstverständlich war; Wäsche waschen mit Rosskastanien, Hausmittel aus Kräutern herstellen, kochen am offenen Feuer und vieles mehr. Ich möchte den Menschen mein „Grünes Wissen“ in Kooperation mit den Niedersächsischen Landesforsten weitergeben“.

Bedingt durch seinen Wohnort mitten im Städtedreieck Lüneburg, Uelzen und Dannenberg möchte er überwiegend die Bildungseinrichtungen in dieser Region ansprechen und hier seine zielgerichteten Umweltbildungsprogramme anbieten. „Seit vier Jahren wohne ich in dieser Region. Die Nachhaltigkeit ist für mich nicht nur ein Wort, sondern ich lebe sie. Zusammen mit meiner Familie restauriere ich ein altes Fachwerkhaus, verwerte alle alten anfallenden Baumaterialien, bewirtschafte einen großen Garten mit dem Ziel einer weitgehenden Selbstversorgung, räuchere Fleisch und stelle Wurst selbst her. Diese ursprünglichen Lebensweisen sind mir wichtig. Wenn es mir gelingt die Liebe zur Natur und den sorgsamen Umgang mit ihr an einige weiterzugeben, dann habe ich viel erreicht“ freut sich der frischgebackene Waldpädagoge.

Waldpädagogische Führungen und Aktionen können direkt beim Waldpädagogikzentrum Ostheide im Forstamt Oerrel unter Telefon 05192-886951, mobil unter 0151-44518705 oder per Mail an: WPZ.Ostheide@nlf.niedersachsen.de gebucht werden.

Hintergrund:
Über 100 Lehrgangsstunden an fünf langen Wochenenden erfordert die von März bis Oktober jedes Jahr laufende Fortbildung zum zertifizierten Waldpädagogen. Außerdem müssen über 40 Stunden Praktikum in einer Umweltbildungseinrichtung abgeleistet werden. Als Prüfungsleistung muss das Gelernte mit einer selbst entwickelten Waldführung unter den Augen einer Prüfungskommission unter Beweis gestellt werden.
Seit dem ersten Lehrgang im Jahr 2010 haben in Niedersachsen bisher 586 Profis für die Waldpädagogik ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und ihr Zertifikat erhalten. Viele Waldpädagogen arbeiten auf freiberuflicher Basis eng mit den elf niedersächsischen Waldpädagogikzentren zusammen. Oft sind sie jedoch auch in anderen Umweltbildungseinrichtungen tätig oder verbinden das Gelernte mit ihrem Hauptberuf als Erzieher oder Lehrer.

Beitragsbild: Jörg Wambsganss, das neue Gesicht in der Waldpädagogik (Fotos: Sierk/Niedersächsische Landesforsten)

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