Forstliches Urgestein aus dem Wiehengebirge geht

 In Forstamt Ankum, Regionale Presseregion West

Förster Wolfgang Meyer im Ruhestand

(Ankum/Bad Rothenfelde/Bohmte/Landkreis) Die Wälder um das Wiehengebirge und den Teutoburger Wald waren sein Lebensinhalt. Nach 32 Jahren im Revierdienst ist Wolfgang Meyer aus Bohmte nun in den Ruhestand gegangen. „In den letzten zweieinhalb Jahren haben wir uns gemeinsam um den Wald gekümmert, leider unter den Vorzeichen von Windwurf, Borkenkäfer und zum Ende auch noch unter Corona-Bedingungen“ so Forstamtsleiter Reinhard Ferchland. „Es hat mir immer Spaß gemacht, waldbauliche Fragen mit Wolfgang Meyer zu besprechen. Man spürte, dass ihm diese Fragen sehr am Herzen lagen.“

1989 nach Bohmte

Im April 1989 übernahm Meyer die Revierförsterei Bohmte und ging 2017 nach Bad Rothenfelde, die Auflösung seines Bohmter Revieres vorausahnend, wo er bis zu seiner Pensionierung blieb. Für die Tätigkeiten der Waldpflege, des Waldumbaus und der Holznutzung im Revier orientierte sich Meyer schon früh an den Grundsätzen naturnaher Wirtschaftsweisen über das ökologische Waldentwicklungsprogramm der Landesforsten hinaus. Dafür war für Meyer auch die effektive Bejagung des Schalenwildes eine wichtige Grundlage.

Naturschutz als wichtige Aufgabe

„Begeistert haben mich zudem die Naturschutzkonzepte der Landesforsten und der Naturschutzbehörden für unsere Wälder“, freut sich der 64-jährige über eine weitere Facette seiner Tätigkeit. Der Erhalt von naturnahen Fließgewässern, von Naturwäldern und die Markierung von Naturschutzbäumen, sogenannte Habitatbäume, waren eine wichtige Aufgabe für Wolfgang Meyer. „Eine historische Entscheidung im niedersächsischen Landeswald war, dass sich zehn Prozent der Waldfläche ungestört entwickeln sollen.“, so der Revierförster. Diese „Urwälder von morgen“ entwickeln sich im Teutoburger Wald zum Beispiel im Freeden in Iburg und im Kleinen Berg bei Bad Rothenfelde.
„Im Wiehengebirge bleibt das sehr naturnahe Fließgewässersystem am Linnerberg mit seinen angrenzenden, Auwald-ähnlichen Bereichen mit alten und seltenen Laubbäumen sich selbst überlassen – das wird eine spannende Entwicklung“, ist sich Meyer sicher. „Im Ruhestand plane ich mit meiner Frau zusammen viel mit dem Wohnwagen auf Tour zu gehen. Dabei werden unterwegs die Wälder weiter mein besonderes Interesse finden.“

Nachfolge klärt sich in Kürze

Meyers Nachfolge ist noch nicht endgültig geklärt. „In wenigen Wochen werden Nachwuchskräfte eingestellt, da gibt es Interessenten für dieses schöne Revier im Wiehengebirge und im Teutoburger Wald“, weiß Forstamtsleiter Reinhard Ferchland. „Wolfgang Meyer hat sich bereit erklärt, auch im Ruhestand dem Nachfolger den Einstieg zu erleichtern. Dafür bin ich ihm sehr dankbar“, erklärt der Ankumer Forstamtsleiter mit Blick auf die wichtige Einarbeitung.

Fotos und Text hier bis zum 16.4. zum Download.

 

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