Luhner Teiche: Juwelen des Naturschutzes

 In Forstamt Rotenburg, Regionale Presseregion Nordost

Niedersächsische Landesforsten und Landkreis Rotenburg kooperieren zum Wohle der Luhner Teiche

 (Luhne / Rotenburg) Das Niedersächsische Forstamt Rotenburg und der Landkreis Rotenburg haben gemeinsam die Luhner Teiche saniert. Der Damm, der das Wasser in den Teichen zurückhält, musste dringend instandgesetzt werden. Er war im Laufe der Jahre durchlässig geworden, drohte bei ansteigendem Wasserdruck sogar zu brechen. Die Arbeiten wurden kürzlich abgeschlossen.

 Die etwa zwei Hektar große Wasserfläche der Luhner Teiche liegt nördlich von Rotenburg im Luhner Forst, mittig zwischen der Siedlung Luhne und dem Golfplatz. Die ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts angelegten ehemaligen Fischteiche, sind heute ein für den Naturschutz wertvoller Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Die Teichfläche ist ein Teil des Naturschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Gebietes „Stellmoor und Weichel“.

Wer häufiger durch die Luhner Wälder spaziert, der hat in den vergangenen Jahren sicherlich bemerkt, dass die Wasserstände der Teiche deutlich niedriger als normal waren. Das hatte mit der Trockenheit der vergangenen drei Jahre zu tun. Neben dem Absinken des Wasserspiegels durch Verdunstung sind auch Trockenrisse im Damm des Teichwegs entstanden, die erst bei dem Wiederanstieg des Wasserpegels durch die Winterniederschläge  2019 / 2020 aufgefallen sind.

„Erst als die Teiche sich wieder etwas gefüllt hatten, habe ich bemerkt, dass Wasser durch den Damm sickert. Bei einem Kontrollgang konnte ich sehen und hören, wie das Wasser sich seinen Weg durch den Damm suchte. Bei weiter steigendem Wasserstand war zu befürchten, dass der Damm bricht, wenn wir nicht schnell handeln. Wir haben im letzten Jahr ein Teil des Wassers abgelassen, um den Druck vom Damm zu nehmen und um die Sanierungsarbeiten durchführen zu können. Ein Dammbruch hätte hier einen deutlichen Artenverlust bedeutet“ erklärt Henning Küper, Leiter der Revierförsterei Luhne.

Entlang des Teichwegs, der den Damm bildet, mussten auf einer Länge von 40 Metern Spundwände bis 3,5 Meter Tiefe gesetzt werden. Dadurch konnte die größte Gefahr eines Dammbruchs schnell gebannt werden. Zusätzlich sorgt eine dicke, sehr tonhaltige und somit fast wasserundurchlässige Lehmpackung, welche sogar auf einer Länge von über 100 Metern eingebaut wurde, dafür das Wasser in den Teichen zurückzuhalten. Lena Maack, Leiterin des Forstamtes Rotenburg erklärt: „Ich freue mich, dass wir hier durch eine Wegebaumaßnahme aktiven Naturschutz betreiben konnten.

Wir bitten alle Waldbesucher die landschaftlich wenig schöne „Baustelle“ zu entschuldigen. Spätestens jetzt im Frühjahr wird die aufkommende Vegetation den Anblick wieder verschönern und sich die Böschung ins Landschaftsbild einfügen. Die Kosten für diese Maßnahme haben sich das Forstamt und der Landkreis Rotenburg geteilt“.

Rainer Rahlfs, vom Amt für Naturschutz beim Landkreis Rotenburg schwärmt: „Wir haben hier ein echtes Juwel des Naturschutzes, daher war es für unseren Landrat Hermann Luttmann sofort klar, dass der Landkreis Rotenburg sich an den Sanierungskosten beteiligt. Auch die Kreistagsabgeordneten haben sich einvernehmlich dafür ausgesprochen. In diesem besonderen Lebensraum kommen viele, auch seltene und besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten vor. Um nur einige Arten zu nennen: Zurzeit lässt sich hier die Wanderung der Erdkröten eindrucksvoll beobachten. Der Kranich brütet hier. Über der Wasserfläche ziehen von Zeit zu Zeit der Fisch- und auch der Seeadler ihre Kreise. Auch Wasservögel, wie der Zwergtaucher oder Pflanzen wie Sumpfcalla oder das Sumpfblutauge kommen hier vor. Ein Kleinod der Artenvielfalt, welches erhalten werden muss“.

Beitragsbild: Von links, Henning Küper, Leiter der Revierförsterei Luhne. Rainer Rahlfs, Mitarbeiter beim Amt für Naturschutz und Landschaftspflege beim Landkreis Rotenburg und Lena Maack, Leiterin des Forstamtes Rotenburg (Foto: Sierk / Niedersächsische Landesforsten)

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