Waldschule Hatten im Barneführerholz

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Mit der Waldschule Hatten im Barneführerholz

Der Projekttag begann zunächst einmal mit einer Fahrradexkursion durch das geschichtsträchtige Waldgebiet in Sandkrug.

Dabei passierte die Gruppe zunächst das Dünengebiet der Osenberge, einem Zeitzeugen aus der baumlosen Heidezeit. Aus dem Schwemmsand der Hunte haben die überwiegenden Südwestwinde diesen Höhenzug aufgetürmt. Nach Erläuterungen zur Ausbreitung der Dünen und der aufwendigen Bewaldung setzte die Gruppe bestehend aus 8.Klässlern der Waldschule Hatten die Zeitreise fort. Weiter ging es durch ein umfangreiches Nadelholzgebiet entstanden nach der Windwurfkatastrophe im November 1972.

70 % der Waldfläche fielen damals innerhalb von 2 Stunden dem Orkan zum Opfer. Mittlerweile sind hier unterschiedlich gemischte Waldbestände angepflanzt worden. Häufig mit Birken bewachsene Wälle durchziehen diese Aufforstungen und erinnern daran, dass hier im Rahmen der Aufräumarbeiten zur Vorbereitung der Neuanpflanzungen Kronenholz und Holzreste zusammengeschoben worden waren.

Vorbei an der „Alten Jagdhütte“, die 1842 wohl auf Veranlassung des Großherzogs von Oldenburg erbaut wurde und bis 1921 an Sonntagen vielen Spaziergängern wegen des Ausschankes von Kaffee und Kuchen als Zielpunkt diente geht es weiter durch das Rieselgebiet. Bis 1959 wurden die Gräben durch Anstauen der Hunte mit Wasser gefüllt um den sogenannten Grasplacken zu überfluten. So aufgedüngt konnte hier ergiebiger als normal mehrmals im Jahr Heu gewonnen werden. Mittlerweile ist die Rieselei aufgegeben aber der Wasserabfluss so gehemmt, so dass hier ein ökologisch wertvolles Feuchtgebiet entstanden ist.

Weiter ging es dann zu einem Naturwald mit alten über 250-jährigen Eichen.  Absterbende Buchen und Eichen, auseinander gebrochene Baumteile bewachsen mit großen Pilzen und durchsetzt mit vielen Spechtlöchern und kleinen Fraßgängen verschiedenster Käfer machen jedem der Teilnehmer deutlich, dass hier die Natur sich unbeeinflusst entwickeln darf.

Weiter ging es dann mit den Fahrrädern zum praktischen Teil des Projekttages. Unter 120-jährigen Kiefern wurden hier zum Ende des Vormittages noch 500 Rotbuchen gepflanzt. Die Schüler und Schülerinnen trugen mit dieser Pflanzaktion dazu bei, dass hier unter dem Schutz der alten Kiefern die nächste Waldgeneration heranwachsen kann. Ergänzt wurde die Pflanzaktion durch Erläuterungen auf einem vom Waldpädagogikzentrum aufgebauten Parcours zur Bedeutung des Waldes zu Zeiten des Klimawandels.  Ein praktischer Beitrag zum Klimaschutz zum Ende des Projekttages.

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