Die Zukunft mitgestalten, Verantwortung übernehmen

 In Forstamt Oerrel, Forstamt Sellhorn, Forstamt Unterlüß, Regionale Presseregion Nordost, WPZ Lüneburger Heide, WPZ Ostheide

Freiwilliges Ökologisches Jahr in den Niedersächsischen Landesforsten

(Oerrel / Sellhorn /Unterlüß) Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Bildungsjahr. Es gibt jungen Menschen die Chance, ein Jahr lang im Umwelt- und Naturschutz mitzuarbeiten um sich zu orientieren. Landesweit sind mehr als 300 junge Menschen in über 200 Einsatzstellen beschäftigt, einige davon bei den Niedersächsischen Landesforsten. In den Waldpädagogikzentren Ostheide und Lüneburger Heide stehen alleine vier FÖJ-Stellen zur Verfügung. Hier liegen die Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen der Umweltbildung, Waldökologie und Forstwirtschaft. Die Teilnehmer am FÖJ beginnen jeweils im August beziehungsweise September ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr.

Einmal jährlich finden sogenannte Landesaktionstage statt. Dazu laden die FÖJ-Sprecherinnen und -sprecher alle am FÖJ Teilnehmenden Niedersachsens ein, um sich mit einem selbst gewählten ökologischen Thema zu befassen und gemeinsame Aktionen durchzuführen.

Noëllie Steiner, diesjährige FÖJ-Teilnehmerin und Sprecherin hat ihre Aktionsgruppe ins Forstamt Unterlüß eingeladen, um am Waldpädagogikzentrum Ostheide, Haus Siedenholz verschiedene ökologische Herausforderungen umzusetzen. Als Erstes soll eine Benjes Hecke aufgebaut werden. Noëllie Steiner erklärt: „Benjeshecken oder Totholz¬hecken sind Hecken, die durch Ablagerungen von hauptsächlich dünnerem Gehölzschnitt, wie Ästen und Zweigen, angelegt werden. Durch Samenanflug oder auch Pflanzung entwickelt sich im Schutz des aufgeschichteten Totholzes allmählich eine lebende Hecke, ein natürlicher Lebensraum“.

Als zweites Projekt wird ein auf dem Gelände stehendes Insektenhotel erneuert. Es soll wieder mit unterschiedlichen Materialien bestückt werden, damit es vielen Insekten als Nist- und Überwinterungshilfe dienen kann. Und als Drittes möchte die Aktionsgruppe sich um einen bereits bestehenden Blühstreifen kümmern. Es müssen hier weitere Samen gestreut und im Boden eingearbeitet werden.

Und zu guter Letzt, so Noëllie Steiner: „Soll ein reger Austausch zwischen uns FÖJ-lern stattfinden“.

Jobst Böttger, Förster im Forstamt Unterlüß und Leiter des Hauses Siedenholz freut sich: „Durch die Arbeiten, die die jungen Leute im Umfeld des Hauses Siedenholz leisten, wird das Gelände ökologisch aufgewertet. Benjeshecke, Insektenhotel und Blühstreifen dienen unseren Besuchern später als Beispiele für Möglichkeiten, wie jeder mit einfachen Mitteln einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann“.

Hintergrund:

Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu machen bedeutet, sinnvolles Engagement im Umwelt- und Naturschutz und die Möglichkeit in „grüne Berufe“ reinzuschnuppern. Niedersachsenweit bieten rund 220 anerkannte Einsatzstellen 325 Plätze und eine breite Palette an Aufgaben- und Themenfeldern: für den Schutz von Umwelt und Natur, gegen Klimawandel und die Ausbeutung unserer Ressourcen, für globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Dabei profitieren gerade auch die Einsatzstellen und die begleitenden Seminare von der Vielfalt der Teilnehmenden.
Last call: Einige wenige letzte Plätze im FÖJ 2021/2022 sind übrigens noch zu besetzen! Nähere Infos dazu und zum FÖJ allgemein finden Sie unter foej.niedersachsen.de

Beitragsbild: Noëllie Steiner beim Bohren von unterschiedlich großen Löcher als Unterschlupf für diverse Insekten. Im Hintergrund das Waldpädagogikzentrum Ostheide, Haus Siedenholz (Fotos: Sierk / Niedersächsische Landesforsten)

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