Generationswechsel in der Försterei Barnstorf

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

Generationswechsel in der Försterei Barnstorf

Revierbetreuung bleibt in Familienhand

(Ahlhorn/Barnstorf) Nach 32 Jahren im Revier Barnstorf der Niedersächsischen Landesforsten wechselt Heiner Brüning nun in den wohlverdienten Ruhestand. Er geht mit einer großen Portion Gelassenheit, denn „sein“ Revier weiß Brüning in den besten Händen: Sohn Jasper wird die Geschicke des Waldes künftig an seiner statt lenken.

Der Weg in den Forstberuf war Brüning nicht sofort offenbar. Zunächst machte der Forstmann eine Ausbildung zum Holzkaufmann in Bremen. Doch, es lockte die Arbeit in und mit der Natur. Auf dem zweiten Bildungsweg holte der heute 63-Jährige seine Fachhochschulreife nach und studierte ab 1984 Forstwirtschaft an der HAWK in Göttingen. Nach der Anwärterzeit im Forstamt Seesen kam Heiner Brüning 1989 aufs Revier Barnstorf.

Erdmannsche Waldwirtschaft

„Durch die zahlreichen Gebietsreformen war die Försterei im Laufe der Zeit drei Forstämtern zugeordnet, blieb aber selbst glücklicherweise immer erhalten“, erinnert sich Brüning. Besonders angetan hatte es ihm der Wald des alten Kernreviers Markonah. Hier herrschen die Waldbilder der naturgemäßen Waldwirtschaft des Oberförsters Erdmann vor. „Diese werden mit Jasper nun in der vierten Generation im Sinne Erdmanns weitergepflegt“, freut sich der Förster.

Gute Zusammenarbeit

Ein weiteres Highlight des Reviers ist das Pestruper Gräberfeld, das Heiner Brüning in Kooperation mit weiteren Akteuren seit 2007 erfolgreich pflegt. „Für die jahrelange sehr gute Zusammenarbeit möchte ich mich an dieser Stelle bei allen bedanken. Aber, mein ganz besonderer Dank für ein immer gutes Miteinander geht an meine Forstwirte“, resümiert Brüning.

Für Jasper Brüning war auch nicht sofort klar, dass er Förster werden möchte: „Erst ein Jahr „work and travel“ in Kanada hat mir gezeigt, wie gern ich in der Natur bin und auch dort arbeiten möchte.“ Nach dem Abitur studierte er von 2013 bis 2018 Forstwirtschaft an der Universität, später an der HAWK in Göttingen. Nach dem Anwärterdienst im Forstamt Münden folgte die Einstellung als Flexibler Revierleiter im Forstamt Seesen. Von dort konnte sich Brüning erfolgreich um das Revier Barnstorf bewerben.

Nachfolger folgt auf Spuren des Vorgängers

Die Arbeit seines Vaters möchte der Sohn fortführen. „Die naturgemäße Waldwirtschaft lebt vor allem von der Langfristigkeit. Außerdem möchte ich einen Beitrag dazu leisten, dass das gesamte Revier einmal so aufgestellt ist, dass es durch stabile und vielfältige Strukturen genug Widerstandskräfte gegen Klimawandel und sonstige Katastrophen entwickelt hat“, sagt der junge Förster.

Derweil hat sich Heiner Brüning gut auf seinen Ruhestand vorbereitet. Im Revier will er nicht mehr so häufig sein, steht seinem Sohn aber gern mit Rat zur Seite. „Wir wünschen Heiner Brüning alles Gute und stets Gesundheit. Jasper Brüning heißen wir im Forstamtsteam herzlich willkommen“, fasst Regina Dörrie, Forstamtsleiterin des Forstamtes Ahlhorn, den Amtswechsel zusammen.

 

Hintergrund

Die Revierförsterei hat eine Größe von ca. 2100 Hektar. Darin enthalten sind etwa 400 Hektar Betreuungswald von insgesamt 14 Forstgenossenschaften. Die Eiche nimmt mit 34 % den größten Anteil an Baumarten ein, gefolgt von Kiefer mit 20 % und Buche mit 14 %. Das Revier betreut vier Naturschutzgebiete: Das „Herrenholz“, die „Bäken der Endeler und Holzhauser Heide“, das „Pestruper Gräberfeld und Rosengarten“ und das „Pestruper Moor“.

Bilder zum kostenlosen Download finden Sie hier.

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