Holznutzungspfad im Heidhof

 In Forstamt Harsefeld, Regionale Presseregion Nordost, Waldpädagogikzentren, WPZ Elbe Weser

Niedersächsische Landesforsten konzipieren neuen Waldlehrpfad zum Thema Holz

(Osterholz-Scharmbeck / Heidhof) In dem zur Revierförsterei Heidhof gehörenden Revierteil Elm / Langes Holz, zwischen Heilshorn-Garlstedt und Hülseberg gelegen, wird seit Anfang Mai ein neuer Waldlehrpfad, der sogenannter „Holznutzungspfad“ aufgebaut. Die Waldflächen der Niedersächsischen Landesforsten werden sehr gerne von Wanderern, Joggern, Fahrradfahrern und anderen Naturliebhabern aufgesucht.

Heiko Ehing, Leiter der zuständigen Revierförsterei Heidhof, erklärt: „Dieses gut besuchte und abwechslungsreiche Waldstück haben wir bewusst für unseren neuen informativen Lehrpfad ausgesucht. Wir haben hier einen schönen Mischwald, der neben vielen verschiedenen Baumarten auch einen gut strukturierten Wald zeigt, mit einem Nebeneinander von jungen und alten Bäumen. Wir haben hier einen Wald, der unseren praktizierten Waldbau gemäß der Ziele der langfristigen ökologischen Waldentwicklung verdeutlicht“.

Das Programm zur „Langfristigen Ökologischen Waldentwicklung“ – kurz LÖWE – gilt seit 1991 als verbindliche Leitlinie für die nachhaltige und naturnahe Bewirtschaftung der rund 330.000 Hektar Landeswald. LÖWE ist notwendig, um stabile und zukunftsfähige Wälder zu entwickeln. Nur so lassen sich die hohen gesellschaftlichen Anforderungen an die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion im Landeswald miteinander verbinden.

Leandra Sommer, flexible Revierleiterin und Florian Offermanns, Leiter des Waldpädagogikzentrums Elbe-Weser, beide Mitarbeiter im Forstamt Harsefeld, haben den Lehrpfad konzipiert.  Die Schautafeln des Holznutzungspfades stellen das Waldbaukonzept LÖWE, die verschiedenen hier vorkommenden Baumarten, die Kohlendioxid-Speicherung, die Holznutzung und unterschiedliche regionale holzverarbeitende Betriebe vor. Außerdem bietet der Lehrpfad den Besuchern auch die Möglichkeit, direkt mit den holzverarbeitenden Betrieben Kontakt aufzunehmen und Einblicke in die Waldwirtschaft zu bekommen. Leandra Sommer erläutert: „Wir versuchen mit diesem Lehrpfad den scheinbaren Widerspruch zwischen der Holznutzung, dem Klimawandel und der Sorge um den Lebensraum Wald aufzulösen. Die sachgerechte, nachhaltige Nutzung von Holz aus heimischen Wäldern bedeutet keine Waldvernichtung, sie dient vielmehr der nachhaltigen Erhaltung des Waldes für das Allgemeinwohl. Holz ist ein hoch anerkannter ökologischer Roh- und Baustoff, welcher im verarbeiteten Zustand das klimaschädliche Kohlendioxid (CO2) langfristig speichert“.

Bei der Waldbewirtschaftung ist es wichtig die Holzerntearbeiten mit den Naturschutzaspekten und den Freizeitinteressen der Bevölkerung in Einklang zu bringen. „Außer in den sich selbst überlassenen Naturwäldern werden in allen anderen Wäldern von Zeit zu Zeit Pflege- und Holzerntearbeiten durchgeführt. Durch die gezielte Entnahme einzelner Bäume oder Baumgruppen wird das Wachstum der verbleibenden Bäume gefördert, diese entwickeln größere Kronen, sind damit stabiler und vitaler und können sich besser gegen äußere Einflüsse wehren“, so Florian Offermanns.

Hintergrund: Der etwa 2,0 Kilometer lange „Holznutzungspfad“ beginnt und endet am Parkplatz Kirchweg. Es fehlen zurzeit noch einige Informationstafeln und Wegweiser, die die Besucher künftig leiten sollen. Bis Mitte Juli dieses Jahres werden die fehlenden Schilder geliefert und aufgebaut sein. Die Rahmen und Ständer der Stations-Schilder wurden aus Douglasienholz gefertigt. Das Holz stammt aus der zum Forstamt Harsefeld gehörenden Revierförsterei Hallah, es wurde mit einem mobilen Sägewerk zu Balken geschnitten und vom örtlichen Tischlermeister Dominik Stelljes aus Gnarrenburg zu den hier verwendeten Schilderrahmen verarbeitet.

Der Lehrpfad führt mitten durch den Wald, verläuft aber immer auf befestigten Sand- und Schotterwegen, somit ist der Lehrpfad weitgehend barrierefrei und auch für Rollstühle und Fahrräder geeignet.

Es werden künftig Führungen entlang des Holznutzungspfades angeboten. Das Waldpädagogikzentrum Elbe-Weser wird die Termine bekannt geben. Waldpädagogische Führungen und Aktionen können direkt beim Waldpädagogikzentrum Elbe Weser im Forstamt Harsefeld unter Telefon 04164-819321 / mobil unter: 0170-56 50 262 oder per Mail an: wpz-elbeweser@gmail.com  gebucht werden.

Beitragsbild: Försterin Leandra Sommer und Forstwirtschaftsmeister Heiko Rubach an einem der Stationsschilder des neuen Holznutzungspfades. Hier das Schild zur Rotbuche. Leandra Sommer war an der Konzeption des Lehrpfades beteiligt, Heiko Rubach hat die Schilder aufgestellt (Fotos: Sierk /Niedersächsische Landesforsten)

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