Wald als Ausgleich für Kinder

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Wald als Ausgleich für Kinder

LernRäume plus Programm des Landes fördert Entwicklung

(Im Nordwesten/Aurich) Die Coronakrise hat ihre Spuren hinterlassen. Bei den Kindern und Jugendlichen ist es am deutlichsten zu spüren. Deswegen hat das Land Niedersachsen schon im letzten Jahr das Förderprogramm LernRäume plus aufgelegt, um Entwicklungs- und Bildungsrückständen entgegenzuwirken. Außerschulische Lernorte wie das Waldpädagogikzentrum Weser-Ems der Niedersächsischen Landesforsten sind mögliche Zuwendungsempfänger.

Waldpädagogikzentrum bietet Programm an

Kathrin Kroker-Gembler, zertifizierte Waldpädagogin des Waldpädagogikzentrums Weser-Ems und pädagogische Mitarbeiterin an der Grundschule Holtrop, hat für ihre Grundschule ein Angebot im Rahmen des Programms entwickelt. „Zweimal in der Woche gehe ich coronaregelkonform mit je einer festen Gruppe in den Egelser Wald. Wir nehmen uns für jeden Tag ein neues Thema vor. Das sind mal die Tiere des Waldes, mal die Bäume des Waldes, der Waldboden und vieles mehr“, erklärt die Waldpädagogin. Begleitet wird sie von der Bundesfreiwilligendienstausübenden Talke Eilers.

Grundschüler lernen und erleben im Wald

Die Kinder lernen nicht nur im Wald, sondern sie erleben ihn und sich selbst. „Wichtig ist uns, dass den Kindern neben der Wissensvermittlung auch die Möglichkeit der Selbsterfahrung gegeben wird, damit sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt werden“, sagt Kathrin Kroker-Gembler. Die Regelmäßigkeit des Angebotes bis zu den Sommerferien gibt den Kindern Sicherheit und Struktur im Alltag.

Spielerisch in der Natur unterwegs

Bei den Kindern kommen die Waldtage an. Heute war es die Aufgabe von Nika und Lotta die „Eintrittskarte“ für den Wald zu finden. Die beiden haben sich für ein Sauerkleeblatt entschieden und stellen diesen ihrer Gruppe vor. Weiter geht es in den Wald hinein mit Ratespielen, Fangspielen und Wahrnehmungsübungen. Mit zwei Spiegel vor dem Gesicht ahmen die Kinder nach wie das Sichtfeld eines Hasen im Vergleich zum Sichtfeld eines Fuchses ist. „Der Hase kann ja fast hinter sich selbst gucken“, rufen die Kinder.

Alle Kinder sind sich einig, was sie am besten finden an den Waldbesuchen: Das Spielen. Und spielerisch ist eigentlich alles: Das Lernen, das Erleben und das Bewegen.

Hintergrund

Durch die Einschränkungen im Schulbetrieb in Folge der Corona-Pandemie ist davon auszugehen, dass es in den letzten Monaten zu Benachteiligungen von einigen Schüler*innen in Niedersachsen auf Grund verschiedener Rahmenbedingungen gekommen ist. Diese Benachteiligungen können beispielsweise dadurch entstehen, dass insbesondere während der Phasen des Distanzlernens die Schülerinnen und Schüler keine häusliche Unterstützung erhalten, die räumlichen Bedingungen das Lernen zu Hause erschweren oder im häuslichen Umfeld die notwendige Ausstattung nicht vorhanden ist. Diese Benachteiligungen betreffen nicht nur den Erwerb formeller Bildungsinhalte, sondern auch informeller und nonformaler Bildungskompetenzen.

Ziel dieser Bildungsangebote ist es, den Kindern und Jugendlichen in altersangemessener Form eine Förderung in den Bereichen der Basiskompetenzen, der Stärkung von Lernbereitschaft und Motivation, der Demokratiebildung und im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.

Zur zusätzlichen Unterstützung dieser Schüler*innen gewährt das Land daher Zuwendungen für freiwillige, außerschulische Bildungsangebote. Gefördert werden können Angebote, die zusätzlich, insbesondere während der Schulzeit, durch Anbieter für freiwillige, außerschulische Bildungsangebote eingerichtet werden. Förderfähig sind ebenfalls Bildungsangebote, die mit der gleichen Zielsetzung in den Schulferien bereitgestellt werden.

Bilder (Landesforsten/Schmidt) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

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